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Josha benötigt keine Stammzellen

Typisierungsaktion Josha benötigt keine Stammzellen

Ein Jahr nach der Typisierungsaktion geht es dem an Leukämie erkrankten dreijährigen Josha Elias Haferkamp aus Siegbach-Oberndorf besser.

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Josha geht es wieder gut. Das demonstriert er bei jeder Gelegenheit, wie hier mit seinen beiden Schwestern in einem Möbelhaus.

Quelle: Privatfoto

Siegbach. Bereits sieben Stammzellspender sind aus der Typisierungsaktion am 12. Februar 2012 hervorgegangen, damals ließen sich annähernd 3000 Menschen aus der Region registrieren, um dem an Leukämie erkrankten Josha Elias Haferkamp aus Siegbach und anderen Patienten zu helfen. Die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) zog nun ein erstes Resümee.

Auch Joshas Familie könne aufatmen, berichtete die DKMS, denn der Gesundheitszustand des Dreijährigen habe sich stabilisiert.

„Dem kleinen Josha Elias geht es inzwischen wieder besser“, heißt es. Obwohl die Ärzte damals eine Stammzellentransplantation für notwendig hielten, habe sich der Gesundheitszustand des Kleinkindes wider Erwarten allein mit Chemotherapie und Bestrahlung stabilisiert.

Josha ist seit Mitte Dezember in der Dauertherapie und er ist stabil. „Er beginnt zu laufen, zwar vorerst noch auf Zehenspitzen, aber es geht voran“, freut sich Joshas Mutter Heidi. Auch wenn Josha im letzten Moment die Stammzellspende umgehen konnte, war die Registrierungsaktion auf keinen Fall vergebens, denn sieben Stammzellspender seien aus der Typisierungsaktion hervor gegangen, die mittlerweile kranken Menschen die überlebensnotwendige Transplantation ermöglicht hätten.

Eine weitere Stammzellenentnahme sei in diesen Tagen geplant. Dies sei, so berichtete die DKMS, nur ein Jahr nach der Registrierungsaktion, ein großer Erfolg, der ohne das Engagement der Menschen in der Region nicht möglich gewesen wäre.

Alle 45 Minuten erhält in Deutschland ein Patient die Diagnose „Leukämie“. Bezogen auf alle Blutkrebserkrankungen vergehen sogar nur 16 Minuten zwischen zwei Diagnosen. Für viele Patienten sei die Übertragung gesunder Stammzellen die einzige Überlebenschance. Rund 2,8 Millionen Menschen haben sich bereits als potenzielle Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Sie sind in der weltweit größten Datei erfasst. Täglich spenden durchschnittlich zwölf DKMS-Spender Stammzellen. Dennoch kann für zahlreiche Patienten kein geeigneter Spender gefunden werden. Deshalb ist es wichtig, dass sich möglichst viele Menschen in die Datei aufnehmen lassen, betont die DKMS.

von Klaus Peter

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