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Windpark Weißenberg Jetzt geht‘s los

Diesen Donnerstag beginnen die Rodungen für den Windpark Weißenberg. Das Regierungspräsidium in Gießen erteilte eine Genehmigung mit Sofortvollzug für Bau und Betrieb von sechs Windkraftanlagen.

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Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt (links) lässt sich von Alexander Kern von der Hofmann-Gruppe die Verbreiterung der Zuwegung ab dem Sportplatz Silberg erläutern.

Quelle: Gianfranco Fain

Silberg. Die einzige Unbekannte ist das Wetter. Dieses könnte den Beginn der Rodungsarbeiten noch hinauszögern.

Die Windpark Weißenberg GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen der projektierenden Hermann Hofmann Gruppe und des Windradherstellers Enercon GmbH, wollen jedoch möglichst diesen Donnerstag schon mit den Vorbereitungsarbeiten für die Errichtung der sechs Windräder beginnen. Dazu gehören das Fällen von Bäumen und die Rodung des Geländes.

Formell gelte die ganze Fläche des Windparks als Rodungsfläche, faktisch würden aber nur auf einem kleinen Teil Bäume gefällt, um die Zuwegung für die überbreiten Fahrzeuge herzustellen, erklärte am Mittwoch Michael Koch, Geschäftsführer der Hermann-Hofmann-Verwaltungs-GmbH.

Ende April sollen die Fundamente stehen

Der Großteil des Geländes seien Windwurfflächen, die nur von den Baumstümpfen befreit werden müssten. Die Ausschreibung sei in Erwartung der Genehmigung schon erfolgt. Für die Arbeiten erhielten Unternehmen aus der Region die Aufträge.

Es bestehe ein gewisser terminlicher Druck, erklärte Bürgermeister Bernd Schmidt, um das 32-Millionen-Euro-Projekt 
bis zum Jahresende zu vollenden. Mit der Inbetriebnahme vor Ablauf des Jahres wollen sich die Teilhaber, zu denen ab voraussichtlich Frühjahr 2017 auch die Lahn-Dill-Bergland Energie GmbH sowie eine Bürgergenossenschaft gehören werden, die derzeitige EEG-Vergütung sichern.

Die Finanzierung ist mit einem 16 Jahre laufenden Kreditvertrag mit Zinsbindung durch drei heimische Geldinstitute gesichert. „Sehr sportlich“ sei man deshalb unterwegs, sagte Bürgermeister Schmidt. Nach den dreitägigen Holzarbeiten soll nächste Woche mit dem Wegebau begonnen werden, so Kochs Vorstellung.

Anfang April sollen die Fundamente gegossen und Ende April die ersten Turmteile aufgestellt werden. Ende Oktober soll alles beendet sein, sodass der Firma Enercon bis zum Jahresende noch zwei Monate zur Inbetriebnahme der sechs E-115-Windräder bleiben.

Die Gemeinde Dautphetal kann sich Hoffnungen machen, neben den Einnahmen aus der Gewerbesteuer weitere Erlöse zu erzielen. Das Land Hessen plant, Kommunen, deren Gemarkungsgrenze maximal einen Kilometer von einer Windanlage entfernt ist, an rund 20 Prozent der Pachteinnahmen zu beteiligen. Fünf der sechs Anlagen stehen auf Dautphetaler Gebiet im Staatswaldgebiet.

von Gianfranco Fain

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