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Jakob Müller verabschiedet sich aus Leitungsspitze

Lebenshilfe Jakob Müller verabschiedet sich aus Leitungsspitze

Biedenkopfer Lebenshilfe wählt einen neuen Vorstand: Auch Agnes Dücker scheidet nach 21 Jahren aus. Birgit Meißner und Uwe Koch rücken in den Vorstand nach. Wer Vorsitzender wird, bestimmt das Gremium während seiner nächsten Sitzung.

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Vorstandskollege Wolfgang Winkler (links) überreicht Jakob Müller als Abschiedsgeschenk ein „Hotel“, das in den Werkstätten hergestellt wurde.

Quelle: Sascha Valentin

Dautphe. Jakob Müller ist nicht mehr Mitglied des Vorstandes der Lebenshilfe Biedenkopf. Während der Jahreshauptversammlung am Dienstag legte der Holzhäuser, der 25 Jahre Vorsitzender des Vereins war, sein Amt nieder. Einen Nachfolger bestimmt der neue Vorstand während seiner nächsten Sitzung.

Nachdem sein Bruder, der durch die Lebenshilfe betreut wurde, vor vier Jahren starb, fehle ihm die emotionale Nähe zum Geschehen, begründete Müller sein Ausscheiden aus dem Vorstand. Er wünsche sich, dass jemand in den Vorstand nachrückt, der näher an der Lebenssituation der Betroffenen sei, führte er weiter aus.

1984 wurde Müller zum stellvertretenden Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt. Vier Jahre später übernahm er den Vorsitz. 1989 half er bei der Gründung des Lebenshilfewerkes Marburg-Biedenkopf mit, in dem er wiederum vier Jahre später ebenfalls Vorstandsvorsitzenden wurde. Nach der Neuorganisation der Einrichtung wurde er 2002 Verwaltungsratsvorsitzender. Dieses Amt bekleidet er weiterhin. Neben Jakob Müller scheidet ein zweites langjähriges Mitglied aus dem Vorstand aus. Agnes Dücker wurde 1991 in den Vorstand der Biedenkopfer Lebenshilfe gewählt und war seitdem stellvertretende Vorsitzende. Darüber hinaus war sie Delegierte der Lebenshilfe im Kinderzentrum „Weißer Stein“, drei Jahre lang Vorstandsmitglied des Lebenshilfewerkes Marburg-Biedenkopf und fünf Jahre Mitglied des Verwaltungsrates.

Im Vorstand ersetzen nun Birgit Meißner und Uwe Koch die beiden ausgeschiedenen Mitglieder. Wer Vorsitzender wird, bestimmt das Gremium während seiner nächsten Sitzung.

Dem Vorstand gehören zudem Harald Pausch, Sigrun Werner, Wolfgang Winkler und Bernd Schmidt, als Bürgermeister der Gemeinde Dautphetal, an.

Während der Versammlung wurden auch Peter Kühbauch, Helmut Schleiter, Ernst Ludwig Wagner und Hans-Werner Wege geehrt. Sie sind seit 25 Jahren Mitglieder der Lebenshilfe, waren allerdings nicht anwesend.

Darüber hinaus gaben Jakob Müller und Wolfgang Zöller, Vorstandsmitglied des Lebenshilfewerkes, einen Überblick über die Aktivitäten der Lebenshilfe im vergangenen Jahr. So berichtete Müller, dass der Verein den Neubau der Tagesförderstätte mit 150000 Euro und den vor kurzem begonnenen Bau eines Wohnhauses in Dautphe mit 100000 Euro unterstütze. Erfreut zeigte er sich auch über den Zuwachs von elf Mitgliedern im Ortsverein Biedenkopf, wodurch dieser 244 Mitglieder zählt.

Als weiteres wichtiges Thema nannten Müller und Zöller die von der Politik ausgelöste Debatte über die Inklusion von Menschen mit Behinderung in der Gesellschaft. Hier seien Gespräche mit Vertretern aller Parteien geführt worden, wobei diesen deutlich gemacht wurde, dass es schon seit vielen Jahrzehnten Ziel der Lebenshilfe sei, den Betroffenen eine möglichst gleichberechtigte Teilhabe am alltäglichen Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Als Beispiel verwies Zöller auf die mehr als 80 Beschäftigten, die in Außenstellen arbeiten. Damit erreiche das Lebenshilfewerk einen drei- bis vierfach so hohen Wert wie der Durchschnitt, erklärte er.

Zöller teilte außerdem mit, dass es in den Hinterländer Werkstätten einen wichtigen personellen Wechsel gebe. Peter Liebetrau übernimmt ab dem 1. Juni die Aufgabe des Einrichtungsleiters von Holm Müller, der aus gesundheitlichen Gründen ins zweite Glied zurücktritt.

von Sascha Valentin

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