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„Ja“ zu Medikamenten bringt die Freiheit

Gericht „Ja“ zu Medikamenten bringt die Freiheit

Für seinen Widerstand gegen Polizisten im vergangenen Jahr ist ein 49-jähriger Hinterländer gestern vor dem Landgericht in Marburg verurteilt worden.

Marburg. Das Gericht stellte seine Schuldunfähigkeit aufgrund einer paranoiden Schizophrenie fest. Seit der Tat im Juli 2010 ist der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht.

Diese Unterbringung setzte das Gericht zur Bewährung aus und stellte den Hinterländer für die nächsten fünf Jahre unter Führungsaufsicht gestellt. Das Urteil ist mit einigen Auflagen verbunden, die der psychiatrische Gutachter vorschlug: So muss der Mann an fünf Tagen in der Woche zu einer Tagesstätte für psychisch Kranke gehen und im engen Kontakt mit der psychatrischen Ambulanz arbeiten. Ebenso ist er verpflichtet, seine Medikamente regelmäßig einzunehmen.

Da das psychiatrische Gutachten dem Beschuldigten bescheinigt, dass seine Kriminalprognose mit seiner Krankheitsprognose verknüpft sei, ging das Gericht davon aus, dass der Hinterländer nicht wieder straffällig werde, wenn er seine Medikamente weiter einnehme.

von Patricia Kutsch

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