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Ist das "Bad" für Endbach Makulatur?

SPD-Ortsverein Ist das "Bad" für Endbach Makulatur?

Der SPD-Ortsverein kritisiert die jährlichen Ausgaben in Höhe von 800 000 Euro für die Lahn-Dill-Bergland-Therme und nimmt einen personellen Wechsel vor: Klaus Eckel löst Svenja Hinter,, die sich nicht mehr zur Wahl stellte, als Vorsitzender SPD-Ortsverein Bad Endbach ab.

Bad Endbach. Bereits zu Beginn der Jahreshauptversammlung erklärte die bisherige Vorsitzende Svenja Hinter, dass sie aus zeitlichen und beruflichen Gründen das Amt der Vorsitzenden nicht noch eine weitere Amtsperiode übernehmen werde. Auch der langjährige Kas­sierer Dieter Schepp, der entschuldigt fehlte, hatte mitgeteilt, dass er sich nicht mehr zur Wahl stellt.

Hinter ging in ihrem Bericht auch auf die Aktivitäten des SPD-Ortsvereins ein, die in den vergangenen zwölf Monaten stattfanden. Zurzeit gehören dem SPD-Ortsverein 46 Mitglieder an, 20 kamen zur Hauptversammlung in die Gaststätte Pfeifer.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Rolf Bernshausen berichtete von der Fraktionsarbeit. Bernshausen betonte, dass es ihm wichtig sei, dass die SPD Bad Endbach ein erkennbares Profil zeige. Die SPD-Fraktion sei keine Fraktion, die gegen alles sei, und habe vielmehr wichtige Dinge mitgetragen. Dabei erinnerte Bernshausen an den Ausbau der Kinderbetreuung, die auch wichtig sei, um junge Familien in Bad Endbach zu halten. Auch sei die SPD-Fraktion bei dem Windparkprojekt „Hilsberg“ nicht von der Marschroute abgewichen. Kritik übte er an dem Standort der neuen Kindertagesstätte unterhalb des Kur- und Bürgerhauses, was dort zu einer erheblichen Reduzierung des Parkplatzangebotes geführt habe.

Übernachtungszahlen seien erheblich gesunken

Mit dem Bau der Lahn-Dill-Bergland-Therme sei wohl der Name „Bad“ weitgehend abgesichert worden, doch der erhebliche Zuschuss von etwa 800 000 Euro jährlich hätte auch gut für die Kinderbetreuung oder aber für die Sanierung maroder Straßen verwendet werden können.

„Wir gehen da mit, was uns vernünftig erscheint, und reklamieren dort, wo es uns nicht passt“, resümierte Rolf Bernshausen.

Sowohl Bernd Klingelhöfer als auch Karl-Heinz Seitz monierten, dass sich die Übernachtungszahlen in den vergangenen Jahren, sofern die Krankenhäuser außen vor bleiben, erheblich reduziert haben. Betrachte man die Übernachtungsgäste, stehe Bad Endbach vor einem Scherbenhaufen, betonte Klingelhöfer. Andere Kurbäder in Deutschland hätten dies besser gelöst.

Karl-Heinz Seitz stellte zusammenfassend fest, dass der Kurbetrieb in Bad Endbach tot sei. Trotz erheblicher sachlicher und personeller Investitionen in den Tourismus passiere in Bad Endbach nichts, sagte er.

von Klaus Peter

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