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Interesse ist groß, Warteliste ist lang

Ferienspiele Interesse ist groß, Warteliste ist lang

Freude am Pferd vermitteln und den verantwortungsvollen Umgang mit den sensiblen Tieren erlernen sind die obersten Ziele der begehrten Ferienaktion auf dem Rittergut Elmshausen.

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Mit dem Spezialwerkzeug reinigt Ferienkind Elena die Hufe des Shetlandponys Alfi. Betreuerin Charlotte hält Bein und Schweif.

Quelle: Benedikt Bernshausen

Elmshausen. Die Vorfreude ist den Kindern anzumerken, als sie nacheinander auf dem Reiterhof ankommen. Nach wenigen Minuten steht der Platz vor der großen Reithalle voller kleiner Menschen, die aufgeregt durcheinanderreden und die neugierigen Katzen streicheln.

Einige waren schön häufiger dabei, manche haben lange auf diesen Tag gewartet. Eine Mutter betont: „Wir schreiben uns schon seit Jahren auf die Liste - endlich hat es geklappt!“ Irene Ohm-Winter, die das Rittergut Elmshausen an der Seite ihres Mannes Joachim führt, kennt das Problem: „Das Interesse ist in jedem Jahr groß, die Warteliste lang!“

In drei Gruppen zu je zehn Teilnehmern - darunter immerhin ein Junge - stürzen sich die Kinder ins Abenteuer. „Wir bieten einen spannenden Vormittag rund ums Pferd an“, erzählt Irene Ohm-Winter. Auf dem Programm stehen Pferdepflege, Voltigieren, Reiten.

Bevor es also auf dem Rücken der stolzen Tiere durch die Reithalle geht, nimmt die erste Gruppe die Striegel in die Hände. Damit bürsten die Kinder das Fell der Pferde. Später wird die Mähne gekämmt, danach mit einem Spezialwerkzeug der festgetretene Schmutz aus den Hufen gekratzt. „Das tut den Pferden nicht weh. Es ist so, als würden wir uns die Nägel sauber machen“, erklärt Betreuerin Charlotte.

Derweilt tanzt die zweite Gruppe zur Musik durch die kleine Reithalle, in der Trainerin Elke Becker den Kindern verschiedene Grundlagen-Voltigier-Übungen vormacht, etwa tief in die Hocke gehen, dabei den Rücken gerade machen und die Arme ausbreiten. Diese und andere Trockenübungen wiederholen die Kinder auf dem hölzernen Trainingspferd Oskar, danach auf dem lebenden Pferd. An der Longe, einer langen Leine, führt die Trainerin das Tier auf einer Kreisbahn, während einige sogar freihändig stehend auf dem Pferderücken balancieren.

Der Höhepunkt aber bleibt das Reiterlebnis in der großen Halle: Im Schritt und Trab geht es für eine Dreiviertelstunde durchs Viereck. Dabei erschnuppern die Kinder die Grundlagen des Reitens und ebenso des Führens von Pferden an der Leine. Und schließlich, am Mittag, endet das Abenteuer auf dem Rittergut - gefühlt viel zu früh. Doch schon in einem Jahr wird der Besuch auf dem Reiterhof wieder auf vielen Ferien-Wunschzetteln stehen - andere werden so lange wohl nicht warten wollen.

von Benedikt Bernshausen

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