Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 1 ° Schneeregen

Navigation:
„Innenstadtinsel“ nimmt ihren Weg

Stadtverordnetenversammlung „Innenstadtinsel“ nimmt ihren Weg

Trotz Unruhe sowie fehlender oder schlecht leserlicher Unterlagen brachten die Gladenbacher Stadtverordneten einige Beschlüsse zustande.

Voriger Artikel
"Sache hat Eigendynamik entwickelt"
Nächster Artikel
Es „brummt“ im KSF-Zentrum

Vorige Woche informierten sich die Gladenbacher Ortsbeiratsmitglieder über den Plan für die „Innenstadtinsel“. Nun kommt der Plan in die Offenlage.

Quelle: Klaus Peter

Gladenbach. Von Unruhe gekennzeichnet war die Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstagabend. Das begann schon mit dem verspäteten Beginn, der diesmal von einem Parlamentariern moniert und mit einem Appell an die SPD flankiert in einer rund fünfminütigen Diskussion mündete, führte im Verlauf der Sitzung dazu, dass die unzureichende Akustik auffiel, die den bis zu 10 Zuhörern und zuweilen auch einigen Stadtverordneten trotz Beschallungsanlage das Verfolgen der Redebeiträge erschwerte und gipfelte darin, dass sich mehrere Parlamentarier über die schlecht leserlichen Vorlagen beschwerten.

Da eine von diesen - der Bebauungsplan „Zum Hasenkippel“ - offenbar nicht entsprechend den beschlossenen Änderungen aktualisiert war, worauf Edmund Zimmermann (JL/B90/Die Grünen) hinwies, wurde der Beschluss des Bebauungsplanes auf die nächste Sitzung verschoben. Die Gesamtheit der Missstände, schlechte Leserlichkeit, nicht aktualisierte Vorlagen und die Tatsache das von der Verwaltung keine fundierten Aussagen zu erhalten waren, weil der Leiter des Bauamtes nicht anwesend war, ließ Sozialdemokrat Roland Petri gar von einer „Missachtung des Parlaments“ sprechen.

Trotz der Missstände gelang es Vorsteher Hans-Hermann Ullrich die Tagesordnung abarbeiten zu lassen. Diskussionsbedarf gab es, als es um den Offenlegungsbeschluss zum Bebauungsplan „Innenstadtinsel“ ging. Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) betonte auf Anfrage von Sozialdemokrat Hans-Bernhard Schwarz, dass man zu allen Seiten offen für Gespräche sei und mit den Eigentümern der Wohn- und Geschäftshäuser besprochen wurde, dass es keine den Eigentümern zugewiesenen Parkplätze geben werde. Dies wollte Petri gern im Protokoll der Sitzung festgehalten haben. Laut Knierim seien die Ausschreibungen schon erfolgt und die Vergabe des Auftrags an den günstigsten Anbieter soll am 7. Oktober vollzogen werden.

Die Annahme des überarbeiteten Planes zur Gestaltung der „Innenstadtinsel“ zur Offenlage durch die Stadtverordnetenversammlung hatte der Bau- und Planungsausschuss befürwortet. Für die Gestaltung der Innenstadtinsel sind im Haushalt 1,2 Millionen Euro vorgesehen, dieser Betrag soll jedoch deutlich unterschritten werden.

So wie die Innenstadtinsel befürworten die Stadtverordneten auch den Bebauungsplan „DRK-Rettungswache“. Dieser ermöglicht, am Stadtausgang in Richtung Marburg eine neue DRK-Rettungswache zu errichten. Die neue Rettungswache hätte ausreichend Räume für Personal und würde auch einen Anbau für den Katastrophenschutz erhalten, sobald die bisherige Rettungswache in der Bahnhofstraße verkauft ist.

von Gianfranco Fain

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr