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Induktionsschleife lässt auf sich warten

Unmut über Verkehrssituation an B 62 Induktionsschleife lässt auf sich warten

Die Umleitung wegen der Baustelle auf der Sackpfeife macht alles schlimmer. Buchenau erstickt im Verkehr. Umso mehr ärgert sich der Ortsbeirat über die zuständigen Behörden. Der Vorwurf: Alles dauert zu lange.

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Buchenaus Ortsvorsteher Andreas Feußner ist „herbe enttäuscht“, dass Hessen Mobil noch keine der gewünschten und zum Teil auch zugesagten Verbesserungen an der B 62 umgesetzt hat.

Quelle: Gianfranco Fain

Buchenau. „Unbegreiflich“ oder „herbe enttäuscht“ – so äußert sich Ortsvorsteher Andreas Feußner an der Bundesstraße 62, die den Dautphetaler Ortsteil durchquert. Der Grund ist die Verkehrsbelastung, die die Buchenauer zu ertragen haben. Bei der letzten Verkehrszählung seien rund 13.000 Fahrzeuge gezählt worden, die an einem Tag durch Buchenau fahren, nun seien es sicherlich mehr. Als Grund dafür nennt der Ortsvorsteher die Umleitung des Verkehrs wegen der Baustelle an der Sackpfeife im Zuge B 253 von Biedenkopf nach Hatzfeld-Eifa.

Das Schlimme: Man hat es kommen sehen und frühzeitig darauf hinwiesen, drängte zu einer Induktionsspur, „damit die Linksabbieger, die aus Elmshausen von der K 22 kommen, überhaupt eine Chance haben, auf die Bundesstraße einzubiegen“, doch passiert ist nichts. Auch die Anregung des Orts­beirates, an der Bundesstraße während der Bauzeit an der Sackpfeife eine Behelfsampel für die Fußgänger aufzustellen, die aus dem Dorf kommend die B 62 überqueren wollen, um zu den Geschäften zu gelangen, blieb bisher ohne Resonanz.

Amt sagte 2014 Induktionsschleife zu

„Da hält man schon immer mal die Luft an, wenn ältere Menschen die Straße über­queren wollen“, sagt Feußners Ortsbeiratskollegin Anette Wetterau-Ruppersberg. Sie betreibt an der B 62 einen Laden und beobachtet öfter gefährliche Szenen. „Es muss möglich sein, die Bundesstraße sicher zu queren“, sagt Feußner und wünscht sich von Hessen Mobil „klare Aussagen“. Man solle sich nicht hinter den Kosten verstecken, denn „hier geht es um die Sicherheit“.

Noch mehr ärgert Feußner allerdings der Zustand an der Einmündung der K 22. Bereits 2012 regte der Ortsbeirat an, in der Ortsmitte eine sogenannte Induktionsschleife zu installieren. Diese soll in Kombination mit der Fußgängerampel Phasen zum Einbiegen für die aus Richtung Elmshausen kommenden Fahrzeug schaffen.

Dies habe man im Jahr 2012 bei Hessen Mobil angeregt. Es folgte ein Prüfung sowie eine Verkehrszählung und seit dem vergangenen Jahr liege die Zusage des Kreises und von Hessen Mobil vor, dort eine Induktionsschleife zu installieren. „Seit Anfang dieses Jahres stehen sogar die Haushaltsmittel dafür bereit“, ergänzt Feußner, doch: „Umgesetzt wurde bisher nichts“.

Hessen Mobil sammelt „Maßnahmen“

Das sei „untragbar“. Mehr noch: Es sei „unbegreiflich“, dass Hessen Mobil zwei Jahre benötige, um eine solche kleine Maßnahme umzusetzen, sagt der Pensionär, der selbst in dem Amt arbeitete und „herbe enttäuscht“ ist. „Die Sache, die aufstößt, ist: Wir hören nichts vom Amt, aber jeden Tag die Beschwerden der Anlieger.“

Dazu erklärt Stefan Reisch, der in der Gemeindeverwaltung für den Straßenverkehr in Dautphetal zuständig ist, dass Hessen Mobil derzeit „Maßnahmen sammele, die dann zusammen umgesetzt werden sollen“. Eine Ausschreibung der Arbeiten gebe es demnach noch nicht. „Die Umsetzung soll Anfang kommenden Jahres erfolgen“, ergänzt Fachbereichsleiter Mathias Kirchner.

Vorsichtiger äußert sich dazu Sonja Lecher. Die Einrichtung der Induktionsschleife sei „im ersten Halbjahr 2016 vorgesehen“, sagt die Sprecherin von Hessen Mobil. Zur Frage der Behelfsampel für die Fußgänger erklärt sie: „Die Entscheidung liegt bei der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises.“ Hessen Mobil könne erst tätig werden, wenn es von der Kreisstelle eine entsprechende Anweisung gibt.

von Gianfranco Fain

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