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In Lohra entsteht eine Kleiderkammer für Bedürftige

Flüchtlings-Patenschaften In Lohra entsteht eine Kleiderkammer für Bedürftige

Mit einem Logo als Anstecknadel und als Autoaufkleber wollen sich die Arbeitskreismitglieder künftig zu erkennen geben.

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Den im Bürgerhaus Lohra stattgefundenen „Tag der Integration“ verbucht der Arbeitskreis für Menschenrechte und Menschenwürde als Erfolg.

Quelle: Anita Ruprecht

Lohra. In die sanierte ehemalige Lohraer Molkerei ziehen heute vier junge Männer ein. Im Laufe der nächsten zwei Wochen werde das Gebäude vollständig mit Asylsuchenden belegt, berichtete Vorsitzende Elfriede Köhler am Freitagabend im Rathaus den rund 20 Teilnehmern der Sitzung des Arbeitskreises für Menschenrecht und Menschenwürde. Im Haus der ehemaligen Firma Jakob Schlag in der Bahnhofstraße wohnen 14 Asylsuchende in zwei Wohnungen, die von der Gemeinde Lohra gemietet sind.

Die angespannte Situation sei eine Herausforderung für den Arbeitskreis, sagte Köhler, die über Patenschaftsmodelle nachdenkt. Dafür sucht sie Leute, die bereit sind für einzelne Asylsuchende ihre Freizeit zu investieren.

Deutschunterricht und Fahrdienste sind wichtige Dinge, die der Arbeitskreis auch schon in der Vergangenheit organisiert hat. „Wir müssen einfach gucken, wer da in den nächsten Wochen kommt, und welche Herausforderungen auf uns zukommen, sagte Köhler.

Kleiderkammer ist offen für jeden

Im alten Konfirmandensaal auf dem Pfarrhof am Lindenplatz soll eine Kleiderkammer entstehen. Christel Bobenau wird dafür verantwortlich sein und zwei weitere Frauen werden sie unterstützen. Zunächst will Bobenau Regale kaufen und installieren und dann feste Termine ausmachen, wann Kleider abgegeben und abgeholt werden können. In die Kleiderkammer kann jeder kommen, betonte Bobenau.

Rosemarie Wolny berichtete über einen Besuch im neuen Heim für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Kirchvers. Die acht jungen Menschen werden rund um die Uhr von Sozialarbeitern betreut und das erste Kennenlernen der Heimbewohner mit Mitgliedern des Ortsbeirats und Vereinsvertretern von Kirchvers sei sehr positiv gewesen, berichtete Wolny.

Die Mitglieder des Arbeitskreises sollten sich mit einheitlichem Logo als Anstecknadel und Autoaufkleber den Asylsuchenden zu erkennen geben, damit diese sie bei Bedarf ansprechen können. Dieser Vorschlag kam bei der Arbeitskreissitzung aus den Reihen der Teilnehmer. Über ein Logo war man sich schnell einig und AK-Mitglieder werden für die Herstellung der Plaketten sorgen.

Vom „Tag der Integration“ am und im Bürgerhaus könne sie nur Positives berichten, sagte Elfriede Köhler. Sie kündigte für Mittwoch, 9. Dezember, um 14.30 Uhr die Nikolausfeier des Arbeitskreises im Bürgerhaus an.

von Anita Ruprecht

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