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In Damshausen fehlt ein Jugendraum

Dorferneuerung In Damshausen fehlt ein Jugendraum

Im Reigen der Ortsbegehung zur Ermittlung förderwürdiger Projekte für das Dorferneuerungs­programm „Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept“ (IKEK) der Gemeinde Dautphetal war Damshausen dran.

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Die Bushaltestelle ist derzeit ein Treffpunkt für Jugendliche in Damshausen.

Quelle: Heribert Theis

Damshausen. Am Samstag war Damshausen ein Ziel der Kommission. Zahlreiche Bewohner beteiligten sich mit Ortsvorsteherin Bianca Spies-Schneider an der Begehung. Während dieser war der fehlende Jugendtreff im Ort ein großes Thema. Die Jugendlichen treffen sich vorwiegend an der Bushaltestelle in der Ortsmitte.

„Schade, dass man sich jetzt in die Kälte setzen muss“, bedauerte die Damshäuserin Yvonne Becker. Sie plädierte dafür, das stillgelegte Gefrierhaus zu einem Jugendraum umzubauen. Diese Möglichkeit hatte auch der Ortsbeirat bereits ins Auge gefasst. Das Gefrierhaus im Erdgeschoss des Bürgerhauses dient derzeit als Abstellraum.

Im Bürgerhaus gebe es ebenfalls Sanierungsbedarf, ergänzte Ortsvorsteherin Spies-Schneider. Die sanitären Anlagen seien veraltet. Das Bürgerhaus sei auch zu wenig ausgelastet, die Nutzung beschränke sich auf ein paar Hauptversammlungen von Vereinen. Für kleinere Veranstaltungen oder Spontantreffen von Bürgern sei der Saal zu groß. Viele Menschen wichen daher auf eine Schutzhütte am Ortsrand aus.

Spies-Schneider beklagte auch den Zustand des Kinderspielplatzes. Die wenigen Spielgeräte seien teilweise problematisch, meinte sie. Diese seien wegen ihrer Bauweise für kleinere Kinder wenig geeignet. Der Spielplatz müsse den Möglichkeiten und Bedürfnissen der Kinder angepasst werden.

Thema war auch der schlechte Zustand des Straßen- und Zufahrtsbelages des Damshäuser Friedhofes.

Hermann Henkel von der Gemeindeverwaltung Dautphetals erklärte, dass der Gemeinde die Mängel in den Orten bewusst seien. Es fehle aber am Geld, alle sofort beheben zu lassen. Das müsse nach und nach abgearbeitet werden. Die Damshäuser hoffen, dass einige Probleme mit dem Dorferneuerungsprogramm gelöst werden können.

Die Begehungskommission bestand neben Henkel auch aus Ekkehard Henrich vom Amt für Dorf- und Regionalentwicklung des Landratsamtes Marburg, sowie Hartmut Kind und Kai ­Simon vom Planungsbüro „SP-Plus“, Bad Nauheim.

Kind definierte Damshausen als reizvolles Dorf, das für seine Einwohner Geborgenheit biete. Er riet, das Kulturangebot zu erweitern, um den Wegzug junger Menschen zu verhindern. Die Wünsche des Dorfes seien aufgenommen, eine Arbeitsgruppe - bestehend aus mehreren Einwohnern - solle nun die weiteren Pläne ausarbeiten.

von Heribert Theis

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