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In Brasilien geht‘s aufs Oktoberfest

Folklorereise In Brasilien geht‘s aufs Oktoberfest

Gartenbauvereinlädt zur Bratpartie

Römershausen. Der Obst- und Gartenbauverein Römershausen/Rachelshausen feiert am Samstag, 30. und Sonntag, 31. August seine traditionelle Bratpartie am Dorfgmeinschaftshaus in Römershausen. Am Samstag startet das Fest um 18 Uhr mit einem gemütlichen Beisammensein. Am Sonntagmorgen wird ab 9 Uhr Frühstück angeboten, um 10.30 Uhr findet der Gottesdienst mit Pfarrer Henß statt. Mittagessen gibt es ab 12 Uhr, und um 14 Uhr das große Kuchenbüfett der Römershäuser Frauen. Das Fest endet gegen 19 Uhr. Für Speis und Trank ist gesorgt. Der Verein lädt alle Bürgerinnen und Bürger zu diesem Fest ein.

Gladenbach. Am Freitag, 17. Oktober, 20.05 Uhr startet am Frankfurter Flughafen eine Boeing 777 von Brazilian Airlines Richtung Sao Paulo. Unter den Passagieren befinden sich 25 Mitglieder der Volkstanz- und Trachtengruppe Gladenbach. Im Gepäck befinden sich die Marburger evangelische Tracht und die Musikinstrumente der eigenen Kapelle. Sie erwarten knapp zwei Wochen voller neuer Eindrücke über Land und Leute. Sie bekamen zwar schon während der Fußball-Weltmeisterschaft viele Eindrücke über Brasilien, doch besonders in den Gastfamilien und bei gemeinsamen Ausflügen werden ihnen Land und Kultur nähergebracht.

„Es wird interessant!“, ist sich Klaus Müller sicher. Der frühere Vorsitzende des Vereins berichtet, dass 25 Leute mitfahren, das bedeute 25 verschiedene Sichtweisen und Geschichten über die Reise.

Nach der Ankunft in Sao Paulo geht es für die Volkstänzer mit einem Airbus direkt weiter nach Curitiba. Die Stadt ist ein wichtiges kulturelles, politisches und ökonomisches Zentrum und größte Metropole im Süden Brasiliens.

Die Reisegruppe macht dort eine Stadtrundfahrt, bevor es weiter nach Blumenau geht.

Dort bleiben die Volkstänzer mehrere Tage und werden in Gastfamilien untergebracht.

Das Besondere an Blumenau sind die Fachwerkhäuser, die Schwarzwälder Kirschtorte und das Oktoberfest - alles irgendwie typisch deutsch. Die Einwohner der 1850 gegründeten Stadt sind vorwiegend Nachkommen deutscher Einwanderer. Sie haben die Bräuche, die Sprache sowie die Architektur ihrer Vorfahren lebendig erhalten und sind stolz auf ihre Unterschiede zu anderen Brasilianern. Vor allem das jährlich veranstaltete Oktoberfest ist in ganz Brasilien bekannt. Mit über 700000 Besuchern ist es nach dem Karneval in Rio de Janeiro das zweitgrößte Fest Brasiliens und das zweitgrößte Oktoberfest der Welt. Die Volkstanzgruppe wird dort mit insgesamt zehn Tanzpaaren mehrfach auftreten, und auch zivil oder sogar im Dirndl mit den Brasilianern feiern. Während der vier Tage in Blumenau gibt es außerdem Auftritte mit lokalen Folkloregruppen.

Weitere Auftritte im„Europäischen Tal“

Nächstes Reiseziel ist Pomerode, das als die deutscheste der deutschen Städte in Brasilien gilt. Pomerode liegt im Herzen des „Europäischen Tals“. Die Tänzer, begleitet von der eigenen vierköpfigen Kapelle, werden auch dort auftreten.

Weiter im Programm geht es für zwei Tage nach Canoinhas in Santa Catarina. Dort sind wieder Auftritte und ein Ausflug nach Paraná und Sao Mateus do Sul geplant. Zur Halbzeit der Brasilienreise geht es nach Entre Rios, zur Siedlung der Donauschwaben. Auch dort werden die Tänzer und die Kapelle auftreten. In der zweiten Hälfte werden die Tänzer zu Touristen, denn sie erwarten viele Sehenswürdigkeiten. Für die Volkstanzgruppe geht es nach Entre Rios weiter Richtung Nordwesten, nach Foz do Iguacu. Die Stadt liegt ganz in der Nähe der Iguassu-Wasserfälle. 275 Wasserfälle erstrecken sich über eine Breite von drei Kilometern und fallen 80 Meter in die Tiefe, sie gehören zu den modernen sieben Weltwundern der Natur. Sie befinden sich mitten im tropischen Dschungel an der Grenze zwischen Argentinien und Brasilien. Die Reisegruppe wird die Wasserfälle von brasilianischer, aber auch von argentinischer Seite bestaunen.

Die letzten Tage verbringen die Volkstänzer in Rio de Janeiro, wo sie noch einmal richtige Touristen sein dürfen.

Sie machen eine Stadtrundfahrt, fahren zum Zuckerhut, erleben das Wahrzeichen Rios, die Christusstatue auf dem Gipfel des Corcovado, und sie besuchen das historische Zentrum. Am Donnerstag, 30. Oktober, fliegen die Volkstänzer von Sao Paulo wieder in Richtung Heimat. Ankommen werden sie nach fast 12 Stunden Flugzeit am Freitag, 31. Oktober, in Frankfurt.

Seit Monaten bereiten die Mitglieder der Volkstanz- und Trachtengruppe ihre große Reise vor. Alle müssen die richtigen Impfungen haben und das Programm für die Auftritte in Südamerika muss ebenfalls sitzen. Neben den regulären Übungsstunden legten die Tänzer auch an Wochenenden längere Proben ein.

Die insgesamt vier Programmteile sind schon fast perfekt einstudiert und wurden zum Beispiel in Rollshausen und bei der Landesgartenschau in Gießen vor Publikum geprobt. „Denn auf der Bühne ist es immer anders als in der Übungsstunde“, erklärt Klaus Müller. Luisa Strobl betont: „Hoffentlich klappen unsere Auftritte!“ Die ganze Gruppe kann es kaum erwarten, dass es los geht. „Ich freue mich besonders auf die neuen Erfahrungen und das warme Wetter“, sagt Jana Jacobi.

von Jennifer Stein

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