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Im Verbund mehr Ganztagsangebote

Verbundschule Im Verbund mehr Ganztagsangebote

Die neue Verbundschule Hinterland" mit verstärktem Ganztagsprogramm an den Standorten Biedenkopf, Breidenbach und Steffenberg nimmt langsam Gestalt an.

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Die Mittelpunktschulen Steffenberg (oben) und Breidenbach (unten) sowie die Stadtschule Biedenkopf (links) wollen als Verbundschule das Ganztagsangebot erweitern.Fotos: Landkreis

Biedenkopf . Der Rückgang der Schülerzahlen ist der Auslöser dafür, dass sich die Stadtschule Biedenkopf sowie die Mittelpunktschulen in Breidenbach und Steffenberg zu einer Verbundschule mit drei Standorten zusammenschließen. Seit Mitte Juni liegt die Zustimmung des Hessischen Kultusministeriums vor. Die neue „Verbundschule Hinterland“ soll ab dem Schuljahr 2014/15 unter gemeinsamer Leitung starten.

In den vorgeschalteten konzeptionellen Gesprächen wurde unter den Schulleitungen einvernehmlich festgelegt, dass die bewährte Ganztagsbetreuung der Schüler an allen drei Standorten fortgeführt und weiterentwickelt werden soll. Konkret bedeutet dies, dass alle Schüler die Möglichkeit haben, bis 16 Uhr nicht nur zu lernen, in der Schule die Hausaufgaben zu machen oder sich auf Prüfungen vorzubereiten, sondern auch - je nach Interesse - verschiedene Angebote wie Sport, Theater und Musik wahrzunehmen.

„Das Ganztagsprofil wird ein wesentliches Merkmal der neuen Verbundschule sein. Wir unterstützen diese Weiterentwicklung an den Standorten“, sagte Burkhard Schuldt, Schulamtsdirektor des Staatlichen Schulamtes. Für den Standort Biedenkopf bedeutet dies, dass zusätzliche Ressourcen zum Ausbau bestehender Kooperationen mit Sportvereinen genutzt und zusätzliche Förderkurse eingerichtet werden könnten. Auch das Berufsvorbereitungskonzept findet im Ganztagsangebot seinen Niederschlag: Kooperationen mit heimischen Betrieben sollen durch die erweiterte Mittelzuteilung in großzügigerem Umfang möglich sein, sodass ein noch stärkeres Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der Schüler möglich sein wird.

An der MPS Breidenbach wird eine verstärkte Kooperation mit Eltern und den heimischen Betrieben und Sportvereinen angestrebt. Außerdem soll die Rhythmisierung, das heißt der Wechsel von eher anstrengenden und entspannenden Lern- und Unterrichtszeiten verstärkt und der Wunsch vieler Eltern nach mehr Angeboten für Grundschüler insbesondere für den musischen Bereich am Nachmittag realisiert werden.

Außer der Erweiterung des Ganztagsangebots profitiert der Standort Breidenbach am Verbund durch die Einrichtung eines Realschulzweigs ab Sommer 2014. So kann dort dann der mittlere Bildungsabschluss auf direktem Weg erreicht werden und nicht wie bisher nur durch den Besuch eines 10. Hauptschuljahres.

An der MPS Steffenberg soll mittels zusätzlicher Ressourcen das erfolgreiche Förderkonzept in der Förderstufe ausgeweitet und auch in die höheren Jahrgänge der Sekundarstufe I übertragen werden. Für die Eltern stellt die Teilnahme am Nachmittagsangebot eine verlässliche „Betreuungszeit“ für ihr Kind dar. Insgesamt bedeutet die geplante Ausweitung des Ganztagsbetriebs eine erhebliche Qualitätssteigerung für die gesamte Verbundschule, in der eine enge Verzahnung zwischen Regelunterricht und Ganztagsangebot die Möglichkeit eröffnet, die Schüler in ihren jeweiligen Kompetenzen zu stärken.

Gesamtkonferenzen und Schulelternbeiräte haben dem Konzept bereits zugestimmt. Der Antrag zur Erweiterung des Ganztagsangebotes für die „Verbundschule Hinterland“ wird bis zum Ende des Schuljahres sowohl beim Staatlichen Schulamt und als auch beim Schulträger, dem Landkreis, gestellt werden, der dieser Entwicklung auch sehr positiv gegenübersteht. „Wir sind gut im Zeitplan des Zusammenführungsprozesses und hoffen, dass für die neue Verbundschule auch im Ganztagsbereich weitere, für die Umsetzung des neuen Ganztagsprofils notwendige Stellen zugesagt werden können“, erklärte Eberhard Blöchle, Projektleiter Staatliches Schulamt.

Der Schuldezernent Dr. Karsten McGovern, ist zufrieden: „So kann die Möglichkeit genutzt werden, bewährte Konzepte anzugleichen beziehungsweise weiterzuentwickeln. Zudem können die Schulstandorte von den Stärken der anderen profitieren und insgesamt ein attraktives und bedarfsorientiertes Bildungsangebot im Hinterland bereitstellen.“

von Silke Pfeifer-Sternke

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