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Im Perf-Stausee darf nicht gebadet werden

Schlechte Wasserqualität Im Perf-Stausee darf nicht gebadet werden

Der Badebetrieb am Perf-Stausee in Biedenkopf-Breidenstein wird bis auf Weiteres eingestellt.

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Eine Absperrung und Beschilderung weisen darauf hin, dass im Perf-Stausee nicht gebadet werden darf. Foto: Landkreis

Marburg. Wie der Landkreis Marburg-Biedenkopf für den Wasserverband Oberes Lahngebiet und die Perf-Stausee-Betreiber-Gesellschaft mitteilt, konnten die Anforderungen an die geforderte Badewasserqualität nicht erreicht werden.

„Wir raten daher ausdrücklich aus Gründen der Sicherheit und aus hygienischer Sicht vom Baden im Perf-Stausee ab“, erklärte Landrätin Kirsten Fründt (SPD). Die Funktion als leistungsfähiges Hochwasserrückhaltebecken, also der Hauptzweck des Stausees, werde durch die Einstellung des Badebetriebs nicht beeinträchtigt.

Die Wasserqualität des Perf-Stausees als Badegewässer im Sinne der EU-Badegewässerverordnung und den ergänzenden Bestimmungen des Landes Hessen muss regelmäßig durch ein Labor überprüft werden.

In den vergangenen Jahren ist es bereits immer wieder nach Starkregen oder Gewittern zum Teil zu massiven Überschreitungen der Grenzwerte für fäkal-coliformen Keimen („Coli-Bakterien“) und Enterococcen gekommen.

Dies führte in der Vergangenheit mehrfach zu vorübergehenden Sperrungen der Wasserfläche zum Baden.

Freigabe in diesem Jahr fraglich

„Diese sprunghaften Ausschläge bei den Wasserwerten werden nun zu einer Einstufung ,mangelhaft’ für den Perf-Stausee durch die EU-Kommission führen“, so Volker Haupt, Geschäftsführer der Perf-Stausee-Betreiber-Gesellschaft. Dies belege das statistische Berechnungs- und Bewertungsverfahren, das der Badegewässerverordnung zugrunde liegt.

„Eine aktuelle Wasseruntersuchung vom 12. Mai bestätigte erneut, dass die Wasserqualität im See für ein Badegewässer nicht ausreicht“, erläuterte Haupt.

Nach den Vorgaben der zuständigen Landes- und Gesundheitsbehörden müsse der Perf-Stausee daher bis auf Weiteres für den Badebetrieb gesperrt werden. „Weitere Untersuchungen des Wassers im See werden vorgenommen. Ob der Badebetrieb in diesem Jahr noch einmal freigegeben werden kann, ist jedoch sehr fraglich“, sagt Haupt. Eine entsprechende Absperrung und Beschilderung an der Liegewiese seien veranlasst worden.

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