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IHK Lahn-Dill hofft auf bessere Verkehrsanbindung

B 62 und A 49 IHK Lahn-Dill hofft auf bessere Verkehrsanbindung

Am Dienstagabend stellte die IHK Lahn-Dill die mit Spannung erwarteten ­Ergebnisse ihrer Verkehrsuntersuchung zur Anbindung des Hinterlandes über die B 62 an die A 49 vor.

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Übergabe der Studienergebnisse durch die Professoren (von links) Roland Weber und Jürgen Steinbrecher an die Vertreter des IHK Lahn-Dill Saskia-Jane Kuhl (Stellvertretende Leiterin Standortpolitik), Präsident Eberhard Flammer und Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann.

Quelle: Gianfranco Fain

Biedenkopf. „Unserer Forderung nach einer Verkehrsverbesserung hat jetzt ein Gesicht“, sagte Hauptgeschäftsführer Andreas Tielmann nach der Präsentation der Verkehrsuntersuchung am Dienstagabend, die die IHK Lahn-Dill in Auftrag gab.

Auslöser war, die Absage von Bund und Land an den Lückenschluss der A 4 zwischen Olpe und Hattenbacher Dreieck – eine Verbindung, die das Hinterland direkt ans übergeordnete Fernstraßennetz angeschlossen hätte.

Die Forderung nach dem Weiterbau der A 4 werde man „nicht erlöschen lassen“, erklärte IHK-Präsident Eberhard Flammer, schließlich sei die Region eine der am schlechtesten an das Fernstraßennetz angebundene Industrieregion, was entsprechend Wettbewerbsnachteile mit sich bringe.

Deshalb suchte die IHK auch nach einer Alternative, die man nun mit den Ergebnissen der Verkehrsuntersuchung hat. Diese beleuchtete vor allem die Anbindung des Hinterlandes nach Norden und Osten über die B 62 von Biedenkopf zum Anschluss an die A 49. Denn, so Flammer: „Die geplante A 49 macht nur Sinn, wenn wir diese auch gut erreichen können.“

Die „am schnellsten greifbare Lösung“ zur Anbindung des Hinterlandes sei eine Kombination aus Ortsumgehungen und verschiedenen Ausbauoptionen für die B 62. Das hat die Verkehrsuntersuchung der Professoren Jürgen Steinbrecher von der Universität Siegen und Roland Weber von der Hochschule Darmstadt ergeben.

Die Verkehrsexperten kamen zu folgenden Schlüssen:

- Für die Orte Eckelshausen, Buchenau und Sterzhausen den Bau von Ortsumgehungen voranzutreiben.

- Zwischen den Orten soll die Bundesstraße, wo möglich, auf drei Fahrspuren mit sicheren Überholmöglichkeiten ausgebaut werden.

- Zudem solle die Verbindung ohne Knotenpunkte und mit Bauten zur Schallminderung versehen werden.

Die baulichen Veränderungen brächten den Verkehrsteilnehmern, vor allem dem Schwerverkehr, zwar keine wesentliche Zeitersparnis, aber die Sicherheit auf der Strecke würde ebenso erhöht wie die Lebensqualität in den Orten.

Eine Steigerung der Lebensqualität der Anwohner und somit Arbeitnehmer sei für die Wirtschaft auch erstrebenswert, damit der Lebenskomfort in der Region zunehme, erklärte Flammer. Die IHK-Vollversammlung gab dem Präsidium den Handlungsauftrag, die Umsetzung der Alternative voranzutreiben. Dazu sollen Gespräche mit den Betroffenen vor Ort, Lokal- und Landespolitikern geführt werden.

  • Eine ausführliche Darstellung der Studienergebnisse lesen sie in einer der nächsten Ausgaben.

von Gianfranco Fain

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