Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 17 ° Regenschauer

Navigation:
Hommertshäuser sind an Dorferneuerung interessiert

Dorferneuerung Hommertshäuser sind an Dorferneuerung interessiert

Das Bürgerhaus in Hommertshausen ist das Sorgenkind. Die Dorferneuerung könnte eine Möglichkeit bieten, die längst fällige Sanierungumzusetzen.

Voriger Artikel
Angst vor Schäfers Daumenschrauben
Nächster Artikel
Sportgala für Sportabzeichenträger

Während eines Rundgangs durch das Dorf machten sich die Teilnehmer ein Bild vom Ist-Zustand.

Quelle: Heribert Theis

Hommertshausen. Am vorigen Samstag war Hommertshausen Ziel einer Besichtigung durch eine Delegation des Dautphetaler Dorferneuerungsprogramms „IKEK“. Etliche Bürger, allen voran Ortsvorsteher Uwe Wohnrade, nahmen die ­Gelegenheit wahr, um sich ein Bild von den Möglichkeiten zu verschaffen. Es stellte sich heraus, dass das Bürgerhaus dringend sanierungsbedürftig ist. Das Gebäude wurde 1958 von Bürgern der damals selbstständigen Gemeinde Hommertshausen in Eigenleistung erbaut. Es war eines der ersten Bürgerhäuser in der Umgebung.

Eine energetische Sanierung sei dringend geraten, erklärte Wohnrade. Dazu gehören insbesondere die Erneuerung der Fenster. Auch eine neue Bestuhlung sei erforderlich. Der Saal sei sehr groß. Daher wäre auch eine flexible Abtrennung angebracht. Diese Vorhaben hätten bislang die finanziellen Möglichkeiten überschritten.

Das Bürgerhaus werde derzeit für diverse Feiern wie Hochzeiten und Adventsfeiern genutzt, erklärte Wohnrade. Auch Gymnastikgruppen und der Gesangverein belegen das Bürgerhaus mit ihren Übungsstunden. Der neu gestaltete Konferenzraum werde für kleinere Veranstaltungen genutzt. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Bürgerhaus befindet sich die Hilda-Heinemann-Schule, eine Einrichtung für behinderte Schüler. Nach allgemeiner Auffassung solle die Schule mehr ins Dorfleben integriert werden. Dazu böten sich die Räume des Bürgerhauses an, meinte Kai Simon vom Planungsbüro „SP Plus“, Bad Nauheim.

Gemeinde soll sich um Leerstand kümmern

Ein Problem sei der Leerstand mehrerer Wohnhäuser und Gehöfte. „Hier muss sich die Gemeinde aktiv kümmern, und Kaufinteressenten suchen“, meinte Simon. Die Häuser sollten nicht dem Verfall preisgegeben werden, sagte er.

In Hommertshausen gibt es derzeit nur ein Geschäft, einen Bäckerladen. Die Versorgung, insbesondere für ältere Bewohner des Dorfes sei somit begrenzt. Es sei notwendig, über aktive Dienste nachzudenken, die diese Lücke schließen könnten.

Auch für die Jugendlichen müsse etwas getan werden. Es fehle momentan ein funktio­nierender Jugendraum, ergänzte Ortsvorsteher Wohnrade. Derzeit würden sich Jugendliche häufig am Buswartehäuschen treffen. Das sei keine Lösung.

Laut Wohnrade verfügt Hommertshausen über keinen Festplatz. Die etwa zehn Vereine im Ort könnten keine größeren Feiern ausrichten. Mögliche Veranstaltungsplätze befänden sich jedoch in privatem Besitz.

„Insgesamt war die Dorfbegehung eine positive Veranstaltung, die uns gute Anregungen gebracht hat“, resümierte Wohnrade. Auch in Hommertshausen wird nun ein Bürgerteam gebildet, das sich mit dem geplanten Dorferneuerungsprogramm befassen wird.

von Heribert Theis

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr