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Holzhäuser liefert Qualität bis an Haustür

Bringdienstleister „hinzudir.de“ Holzhäuser liefert Qualität bis an Haustür

Ob telefonisch, per Fax oder online direkt auf 
hinzudir.de – was die 
Kunden bis mittags bei heimischen Geschäften bestellen, wird abends noch ausgeliefert.

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„Wir lieben uns wie am ersten Tag“

Kundin Heike Jacobi und Firmeninhaber Tim Bernhardt zeigen eine der blauen Transportkisten des Bringdienstes „hinzudir“. In den Boxen kann dank Akkus auch Tiefkühlkost bei Minus 18 Grad geliefert werden.

Quelle: Gianfranco Fain

Holzhausen. Manchmal braucht selbst eine gute Idee etwas Anschubhilfe und so betätigte sich Bürgermeister Bernd Schmidt am Freitag als Wirtschaftsförderer. Zunächst beförderte er Helga Schnabel nach Holzhausen.

Dort trafen beide im Logistikzentrum des Dienstleisters „ hinzudir.de“ auf Karl-Ludwig Trenker und Heike Jacobi. Sie alle sind zufriedene Kunden des Firmengründers Tim Bernhardt, doch der bekennt drei Monate nach dem Start: „Das Geschäft läuft schwer an.“

Für den Bürgermeister ein Grund, um ein „tolles Projekt zu unterstützen“. Schließlich sei es „spannend“, wie Bernhardt das Amazon-Modell im regionalen Bereich umsetze, wie er mit den kleinen Tante-Emma-Läden oder örtlichem Bäcker und Metzger in Holzhausen, dem Getränkehandel in Mornshausen und neuerdings auch mit dem Naturkostladen in Biedenkopf kooperiert.

Lieferdienst kann Läden 
und Arbeitsplätze erhalten

Die Nahversorgung zu sichern, ist für Schmidt eine „ganz wichtige Sache“ und unterstützenswert. Zudem könne der Lieferdienst dazu beitragen, Geschäfte und Arbeitsplätze zu erhalten und Menschen der älteren Generation könnten sich auf den Lieferservice verlassen.

Im Grunde ist das auch Bernhardts Absicht. Als er mit Lebenspartnerin und zwei Kindern aus der Dominikanischen Republik nach Deutschland zurückkehrte, fiel die Wahl auf Holzhausen, wo der 36-Jährige als Kind oft seine Großeltern besuchte.

Deren ehemalige Fleischerei in der Hinterlandstraße ist nun der Lebensmittelpunkt der Familie und dessen Lage oder besser die umliegenden Geschäfte brachten Bernhardt auf seine Betriebs-Idee. „Ich finde die Läden hier gut“, sagte er sich und damit ging es los.

Die Lebensqualität im Ort zu erhalten oder gar zu verbessern ist seine Triebfeder. Das Vehikel dazu ist sein regionaler Online-Marktplatz „hinzudir.de“. Dessen Versprechen lautete: Waren, die bis 12 Uhr bestellt sind, werden noch am selben Abend von 18 bis 20 Uhr ausgeliefert.

Waren zu Ladenpreisen, Transport für sieben Euro

Die mit den Einkäufen – auch Tiefkühlkost – gefüllten Transport-, sowie Getränkekisten liefern die Fahrer der Firma Lenz bis an die Haustür, bei Bedarf auch bis ins Haus. Ein Service für Menschen, die „nicht mehr können oder nicht mehr wollen“. Ältere Mitbürger, die den Einkauf nicht mehr tragen können, oder Nachkommen, die den von den Eltern im Laden zusammengestellten Einkauf abholen müssen, fallen Bernhardt ebenso als potenzielle Kunden ein, wie Menschen, die einfach nur weniger Stress mit dem Kauf von Waren des täglichen Bedarfs haben wollen.

Sieben Euro kostet den Kunden der Lieferdienst zuzüglich des Warenwerts, der sich nach den Preisen der Einzelhändler richtet, mindestens aber 15 Euro betragen muss. Der Gesamtbetrag wird per Einzugsermächtigung vom Girokonto abgebucht, so kann der Kunde innerhalb von acht Wochen die Rechnung beanstanden.

Den Service kennt Bernhardt aus großen Städten im In- und Ausland, in denen er wohnte. Ihm war bewusst, dass er nur im ländlichen Gebiet wirtschaftlich arbeiten kann, wenn er die Nachfrage bündelt, um die Transportkosten gering zu halten. Zwar kommt seine Idee gut an, doch er bekommt oft zu hören, dass es eine gute Sache sei, aber vielleicht später mal in Betracht gezogen werde.

Bestellung: online, 
per Fax und Telefon

Jetzt schon nutzt Heike Jacobi den Lieferservice. Sie bestellte online Getränke. „Das läuft prima. Die Idee ist gut, sie muss nur angenommen werden“, betont die Holzhäuserin.

Auch Karl-Ludwig Trenker ist von der Dienstleistung begeistert. „Es funktioniert von der Bestellung über die Lieferung bis zur Bezahlung“, betont der Holzhäuser und hat noch einen Tipp für den Jungunternehmer parat: Es müsse bekannter werden, dass bei „hinzudir“ nicht nur online, sondern auch per Fax oder Telefon bestellt werden kann.

Die telefonische Bestellmöglichkeit nutzt Helga Schnabel schon, um sich Getränkekisten nach Hause liefern zu lassen, weil sie diese nicht mehr heben kann. Nur die, denn noch erledigt sie ihren Einkauf in Dautphe selbst. Vielleicht wird Bernhardt auch ihr demnächst „Qualität bis an die Haustür“ liefern.

von Gianfranco Fain

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