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Hoffen auf kalte Winde aus dem Norden

Hoffen auf Schneefall Hoffen auf kalte Winde aus dem Norden

„Ski und Rodel gut“ könnte es in den nächsten Tagen auf der Sackpfeife heißen. Die Luft wird wieder kühler, jetzt fehlt nur noch Schnee.

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Schneegestöber auf der Sackpfeife, der mit 665 Metern höchsten Erhebung im Landkreis Marburg-Biedenkopf. Gestern zeigte sich der Winter dort auch von seiner schönen Seite. Doch der Blick auf die verschneite Landschaft wurde meist durch dichten Nebel getrübt.

Quelle: Ruth Korte und Julia Brinkmann

Biedenkopf. Mit etwas Glück kann der Wintersportbetrieb auf der Sackpfeife Mitte bis Ende dieser Woche eröffnet werden. Harald Klein, technischer Betriebsleiter des Freizeitzentrums Sackpfeife, hat ein feines Gefühl für sich anbahnende Wetterveränderungen. Er ist zuversichtlich, dass es auf Biedenkopfs Hausberg in den nächsten Tagen kühler wird und die angekündigten Niederschläge als Schneeflocken fallen und vor allem liegenbleiben. Der Wind habe gedreht, komme jetzt aus Richtung Norden und bringe kältere Luft nach Deutschland. Das machte sich schon gestern auf der mit 674 Metern höchsten Erhebung im Landkreis Marburg-Biedenkopf bemerkbar. Es schneite zum Teil kräftig.
Die drei bis fünf Zentimeter Schnee reichen allerdings nur fürs Schlittenfahren.

Die Rodelbahn für Jugendliche und Erwachsene in unmittelbarer Nähe der Sommerrodelbahn bietet eine kurvige, rasante Abfahrt mit dem Schlitten ins Tal. Der Eigenbetrieb Freizeit, Erholung & Kultur wird – geeignete Bedingungen vorausgesetzt – versuchen, die Pisten schnellstmöglich zu präparieren.

Spontane Ausflüge auf Biedenkopfs Hausberg

„Ich denke mal, wenn sich das so weiterentwickelt, werden wir  in den nächsten Tagen mit dem Betrieb beginnen können. Wir sind so weit und warten eigentlich nur noch auf ausreichend Schnee“, gibt sich Harald Klein zuversichtlich. Auf der Sackpfeife hatten schlechte Wintergeschäfte und die häufigen Ausfälle des Sessellifts in der Vergangenheit dem Eigenbetrieb das Geschäft verhagelt.
Das soll nun anders werden: „Die komplette Steuerungsanlage ist erneuert worden“, berichtet Klein. Gestern war er damit beschäftigt, die Lifte aufzurüsten. Derweil tummelten sich auf der Sackpfeife trotz dichten Nebels die ersten Schlittenfahrer.

Knut Holzapfel (42), Familienvater: „Gestern Abend haben wir schon gesehen, dass es ein bisschen am Schneien war und heute Morgen haben wir uns dann gefreut, dass draußen endlich alles weiß war. Wir haben nach dem Frühstück alle unsere Sachen eingepackt und sind hierher gefahren!“ Auf der Piste vergnügten sich Tochter Elisa (6), Frau Regina (37)und Sohn Lukas (3). Elisa hatte grade erst Geburtstag und hatte ihren neuen, pinken Schlitten mitgebracht, mit dem sie schon ganz mutig und allein die Pisten herunter fuhr.Ludwig Knoth war mit seinem Sohn unterwegs: „Heute ist mein letzter Urlaubstag nach Weihnachten und als wir heute morgen den Schnee sahen, haben wir uns entschieden, zur Sackpfeife zu fahren. Man muss die ersten echten Wintertage  ausnutzen. Wer weiß, wann der nächste Schnee kommt.“

Da keine sicheren Aussagen zu Wintersportbedingungen auf der Sackpfeife möglich sind, sollten Ski- und Rodelfans vor dem Start auf die Sackpfeife nähere Auskünfte zur aktuellen Lage beim technischen
Betriebsleiter Bahn, Harald Klein, einholen unter Handy-Nummer 0 160 / 3 66 64 49 oder unter Telefon 0 64 61 / 37 78 oder sich auf der Internetseite http://www.biedenkopf-tourismus.de über die aktuelle Lage informieren.
Auf den übrigen Pisten im Landkreis – in Kleingladenbach, Holzhausen und Hartenrod – herrschte gestern Tauwetter. Wintersport ist dort zurzeit nicht möglich. Auch nach Willingen brauchen Wintersportbegeisterte derzeit nicht zu reisen. Auf dem Kahlen Asten bei Winterberg lagen am Montag fünf Zentimeter Schnee. Die Urlauber nutzten den Tag für eine Rodelpartie oder einen Spaziergang. Für heute sind dort schon wieder Plusgrade und Regen angekündigt.

Die Meteorologen sehen Hessen derzeit auf der milden Seite des Wettergeschehens. Nur auf den höchsten Lagen der Berge soll in den nächsten Tagen ein wenig Schnee fallen, dort kann es in den nächsten Nächten frostig werden – aber sonst regnet es bei Plusgraden. Gestern präsentierten sich nur die Spitzen der Mittelgebirge großflächig in weiß. Das Wetter in Deutschland ist derzeit zweigeteilt, im Osten herrscht Dauerfrost, im Westen gibt es immer noch Plusgrade. Bis Freitag soll sich daran grundsätzlich nichts ändern.

In Hessen sind für die nächsten Tage, aus Westen kommend, immer neue Wolken mit Niederschlägen angekündigt. In Höhenlagen kann es schneien, im Flachland wird es Dienstag und Mittwoch bis acht Grad, am Donnerstag neun Gradwarm.

von Hartmut Berge
und Ruth Korte

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