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Hilfe für Menschen in Nigeria

Benefizkonzert am Samstag Hilfe für Menschen in Nigeria

Die evangelische Kirchengemeinde Wallau-Weifenbach lädt am Samstag, 9. April, ab 19 Uhr zum 
Benefizkonzert „Peace 
like a river“ in die Kirche in Wallau ein.

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Der Amani-Gospel-Chor tritt am kommenden Samstag beim Benefizkonzert in der evangelischen Kirche in Wallau auf. Die Spenden kommen der „Church of the Brethren“ und „mission21“ zugute.

Quelle: Klaus Kordesch

Wallau. Wallauer und Weifenbacher Chöre gestalten zusammen mit Instrumentalisten aus Battenberg und Biedenkopf ein Benefizkonzert zugunsten der Flüchtlingshilfe Nigeria.

Initiiert wurde die Veranstaltung durch das Pfarrerehepaar Jörg und Katharina Stähler, die am Abend die Moderation übernehmen. Der Erlös der Spendenaktion ist bestimmt für die Flüchtlingshilfe Nigeria der „Church of the Brethren“ (USA) und „mission21“ (Schweiz).

Das Pfarrerehepaar Stähler lebte und arbeitete von 1990 bis 1996 im Nordosten Nigerias, bevor sie 1997 ins Hinterland kamen. In dieser Zeit leitete Jörg Stähler das kirchlich-theologische Fernstudienprogramm der Ekklesiyar Yanuwa a Nigeria (Church of the Brethren in Nigeria).

Seit vielen Jahren gibt es Spannungen und Gewalt im Nordosten Nigerias. Seit 2009 zieht die extremistische Gruppe Boko Haram („Westliche 
Bildung ist Sünde“) durch die Region, entführt Frauen und Kinder, tötet Menschen und zerstört Häuser, Schulen und Kirchen. Mittlerweile sind mehr als 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt und Terror.

Die Flüchtlinge werden bedroht durch eine terroristische Vereinigung, deren Ziel es ist, diejenigen zu töten, die versuchen, sie daran zu hindern, einen islamischen Staat auf Grundlage der Scharia zu schaffen.

Multimediashow informiert über aktuelle Lage

Allein die „Church of the Brethren in Nigeria“ beklagt bisher nicht nur Hunderte von entführten Frauen und Mädchen, sondern auch mehr als 8000 Tote und mehr als 700.000 Kirchenmitglieder auf der Flucht. Dazu kommen mehr als 1500 zerstörte Kirchen und Einrichtungen.

Der Amani-Gospel-Chor, 
Janina Balzer (Battenberg), das Flötenensemble „da capo“ (Biedenkopf), der Gospelchor „LETS SING“ aus Weifenbach, der Männergesangverein (MGV) und Frauenchor Wallau, der MGV Weifenbach, der Kirchenchor Wallau, der Projektchor „Peace like a river“, Matthias Riedesel an der Orgel, Silvia und Thomas Salzbauer mit Klavier und Saxophon (Biedenkopf) und der Wallauer Frauenchor werden die Veranstaltung zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Darüber hinaus informiert eine Multimediashow mit Fotos und Videos nicht nur über das Programm, sondern auch über die aktuelle Lage in Nigeria und die Hintergründe.

Als Bundespräsident Joachim Gauck im Februar 2016 Nigeria besuchte, sagte er: „Mir ist sehr wohl bewusst, dass ein solcher Besuch ambivalent ist. Wenn wir gesichert, wohl genährt und gut gekleidet hierher kommen, dann möchte man manchmal gar nicht da sein. Und trotzdem ist es wichtig, dass wir uns zumuten, die Zustände wahrzunehmen, wie sie wirklich sind. All das sage ich, um Menschen in Deutschland einzuladen, das, was sie schon oft getan haben, nämlich über die großen Hilfswerke der Kirchen und Sozialverbände zu helfen, dies weiter und intensiv zu tun.“

Flüchtlingshilfe unterhält 150 Aufnahmestellen

Der Erlös des Konzerts geht an die Flüchtlingshilfe „Church of the Brethren – Nigeria Crisis Fund”. Die „Church of the Breth­ren“ ist eine der historischen Friedenskirchen, die sich wie Quäker und Mennoniten am Friedenszeugnis des Evangeliums orientieren. Sie ermutigt ihre Mitglieder in der Nachfolge Jesu zu Kriegsdienstverweigerung, Friedensdienst und aktiver Gewaltfreiheit.

Trotz des Terrors hält die Kirche an der Friedensbotschaft des Evangeliums fest und verzichtet auf Vergeltung. Die Flüchtlingshilfe 
 Nigeria der „Church of the Breth­ren“ organisiert für Tausende Menschen Zelte, Nahrung, Decken, Haushaltswaren sowie medizinische Versorgung.

Dazu wurden im Nordosten Nigerias 150 Aufnahmestellen für Flüchtlinge errichtet. Ein weiteres Angebot sind Workshops für die Behandlung von Traumata. Ebenso wichtig ist, dass Tausende von Familien dabei unterstützt werden, sich wieder eine Lebensgrundlage aufzubauen.

„Die Benefizveranstaltung ist eine gute Gelegenheit, wahrzunehmen, dass es auf der Welt weit mehr Flüchtlinge gibt als uns bewusst ist. Und sie ist ein kleines Zeichen von Frieden schaffen, um direkt in einer Konfliktregion zu helfen, sodass die Flüchtlinge wieder dort leben können, wo sie herkommen“, sagte Jörg Stähler.

  • Klaus Kordesch ist Öffentlichkeitsbeauftragter des Dekanats Biedenkopf-Gladenbach.

von Klaus Kordesch

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