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Heute steht das Glück auf dem Lehrplan

Vortrag Heute steht das Glück auf dem Lehrplan

Heute Abend steht das Thema Glück im Mittelpunkt eines Vortrags im Foyer des Biedenkopfer Rathauses.

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Schornsteinfeger wie Björn Ochs aus Langendorf stehen sinnbildlich für das Glück. Dass man das Glücklichsein lernen kann, wollen Ursula Cyriax und Pia Hötzl heute Abend im Biedenkopfer Rathaus vermitteln. Archivfoto: Tobias Hirsch

Biedenkopf. Das Streben nach Glück ist so alt wie die Menschheitsgeschichte. Der Dalai Lama betrachtet als Ratgeber auf dem Weg zu einem glücklichen Dasein als Erstes das Lernen. Da ist es nicht verwunderlich, dass Glück und Lehre aufeinandertreffen. Wissenschaftlich ist erwiesen, dass für das nachhaltige Lernen positive Gefühle wichtig sind und dass sich zu viel Druck negativ auf die Lebens- und Leistungsfreude auswirken. Das ist die Erkenntnis am Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen, das das Fach „Glück“ als besonderes Angebot in den Lehrplan aufgenommen hat.

Damit stehen die Göttinger nicht allein da. „Glück wird mittlerweile in mehr als 100 Schulen in Deutschland und Österreich unterrichtet“, sagt Ursula Cyriax, die gemeinsam mit Pia Hötzl heute Abend im Foyer des Biedenkopfer Rathauses einen Einblick in das Thema „Glück“ gibt. Die Referentinnen wollen vermitteln, dass sich mit Glück und Zufriedenheit Herausforderungen in heiterer Gelassenheit bewältigen lassen. Cyriax und Hötzl geben eine Einführung in die Grundlagen des Glückstrainings und vermitteln Techniken zur Stärkung der Persönlichkeit und des ganzheitlichen Wohlbefindens.

Was ist Glück überhaupt? Glück scheint eine ziemlich ernste Sache zu sein. Beim Fach „Glück“ sind die zentralen Bausteine Seele und Körper, Motivation und Leistungsorientierung und Gemeinschaft. Ernst Fritz-Schubert gilt als der „Erfinder“ des Schulfachs Glück. In Heidelberg setzte er sich mit Mentaltrainern, Theaterpädagogen, Beratern, Sportwissenschaftlern, Pädagogik-Professoren und Lehrkräften zusammen und entwickelte das Schulfach „Glück“.

Am Felix-Klein-Gymnasium in Göttingen ist der Glücks-Unterricht anders als normal. Die Schüler sammeln Erfahrungen in Rollen- und Theaterspielen, bei sportlichen Herausforderungen, beim Malen, Singen, Schreiben und Gestalten.

Ziel ist es, sich selbst und seine Mitmenschen sowie Fehler Wert zu schätzen. Die Glückslehrer interessieren hauptsächlich die Stärken der Schüler und sie motivieren zum Experimentieren. Die Schüler lernen Methoden kennen, wie sie ihre Ziele erreichen können und sie lernen mit „Niederlagen“ umzugehen.

Cyriax und Hötzl wollen mit Hilfe des Glückstrainings dazu beitragen, dass Besucher empfänglicher für das Glück werden.

„Es ist erwiesen, dass schädliche Denkmuster und Gewohnheiten abgebaut werden können und Menschen in der Lage sind, sich neue Haltungen anzueignen und ihre Einstellungen zu ändern. Glücklich sein, kann man lernen“, sagt Cyriax. Wer glücklich sei, könne seine Kreativität steigern, seine Gesundheit stärken und seine Leistungen erhöhen“, erklärt sie weiter. Beim Anschauen von Filmsequenzen und beim Probieren verschiedener Übungen wollen die Referentinnen die innovative Möglichkeit zur Steigerung der Lebensqualität und Energie veranschaulichen.

Wenn das Angebot in Biedenkopf gut ankommt, bietet Anja Steinmetz ab April im Haus der Gezeiten in Buchenau zusammen mit Cyriax und Hötzl als Seminarleiterin ein regelmäßiges „Glückstraining“ an.

Der Vortrag zum „Glück“ findet von 18.45 bis 20.30 Uhr im Foyer des Biedenkopfer Rathauses statt. Der Eintritt ist frei.

von Silke Pfeifer-Sternke

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