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Heute beginnt das Jubiläumsfest

675 Jahre Frohnhausen Heute beginnt das Jubiläumsfest

Heute beginnen die Feierlichkeiten zur Ersterwähnung Frohnhausens vor 675 Jahren. An drei Tagen wird den Besuchern ein vielfältiges Programmgeboten.

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Heinrich Wege steht am Webstuhl in seinem Handwerksmuseum, das während der Feier zur 675-Jahr-Feier am Sonntag für Besucher geöffnet ist.Foto: Ingrid Lang

Frohnhausen. Ortsvorsteher Reinhold Koch zollte den Bewohnern des 323 Einwohner zählenden Dorfes, die in nur fünf Monaten Einmaliges auf die Beine gestellt haben, seinen Respekt. Heute beginnt der Veranstaltungsreigen um 18 Uhr am Ehrenmal, danach gibt es einen Gottesdienst mit Pfarrer Herbert Volk in der Kulturscheune und ab 19 Uhr findet der Festkommers statt. Anschließend sorgt das „Duo Urgestein“ für gute Unterhaltung.

Der Samstag startet um 15 Uhr mit einer Holzackschnitzel-Vorführung auf der Wiese neben der Halle Barth. Stefan Assmann von der Firma Robert Scheld aus Allna wird dazu mit der Maschine Holzstämme mit einem Durchmesser bis zu 75 Zentimetern zu Hackschnitzel verarbeiten. Etwa 100 Kubikmeter Holz können so innerhalb einer Stunde verarbeitet werden. Die Hackschnitzeln können als Untergrund für den Auslauf von Pferden, den Garten, aber überwiegend als Bio-Energie zum Heizen verwendet werden. Die Hackschnitzelvorführung ist auch am Sonntag ab 10 Uhr zu bestaunen. Um 14 Uhr startet dann am Dorfteich das Kanurennen.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen des stehenden Festzuges und beginnt um 9 Uhr mit einem Dialektgottesdienst in der kleinen Kaffeemühlenkirche. Gemeinsam mit Dekan Matthias Ullrich, der die Predigt in Mundart hält, werden Pfarrer Herbert Volk sowie Mitglieder der Kirchengemeinde Frohnhausen den Festgottesdienst gestalten. Ab 10 Uhr können die Besucher dann über die Festmeile, die an der Brücke beginnt, schlendern. Vor der Kirche wird es eine Bilderausstellung der Kirchengemeinde geben. Unter anderem werden Fotos von der Einweihung der Kirche, einem Hochzeitszug und aus dem Gemeindeleben zu sehen sein. Außerdem stellt der Weltladen seine Kampagne „Öko + Fair ernährt mehr“ vor und weist auf eine Unterschriftenaktion hin, in der die Bundesregierung aufgefordert wird, sich mit dem Ziel einer zukunftsweisenden Ernährungssicherung auf nationaler und internationaler Ebene einzusetzen. Die Gladenbacher unterstützen den fairen Handel und wollen auch weiterhin das Prädikat „Stadt des fairen Handels“, das sie im September 2011 erhielten und das noch bis 2013 gültig ist, tragen.

Auf dem Hof von Armin Burk präsentieren Mitglieder des Bienenzuchtvereins Gladenbach und Umgebung das Bienenhandwerk. Sie wollen zeigen wie Blütenhonig geschleudert wird, wie man Kerzen gießt und wie das Bienenwachs gesäubert wird. Einen Schaukasten mit lebenden Bienen gibt es ebenfalls zu sehen.

Zudem stellt Jagdpächter Guido Burk mit einigen Jägern heimische Wildtiere vor und bieten Rehgulasch an. Heinrich Wege lädt die Besucher in sein kleines Handwerksmuseum ein. Wege zeigt den noch funktionstüchtigen Webstuhl aus dem Jahr 1789, alte Waagen, eine Apfelweinpressmaschine, einen Pflug, eine Dickwurzdippelmaschine sowie die alten Räder des Erntewagens auf dem beim vorherigen Dorffest das Getreide transportiert wurde.

Außerdem beteiligen sich die Frauen der Spinnstube am Dorffest, sei es beim Kuchenbacken und dem Verkauf, beim Gottesdienst und in der Kulturscheune.

Die Spinnstube wurde 1971 erneut ins Leben gerufen. Initiatorin war die mittlerweile verstorbene Gertrud Weber. Einmal in den Wintermonaten kamen zehn Frauen zusammen, um gemeinsam zu stricken, sticken oder zu häkeln. Bei heißen Getränken und Essen frönten sie ihrem Hobby und hatten sich viel zu erzählen. Neben Neuigkeiten aus dem Dorfleben, aus der Stadt und vielen Erinnerungen wurden auch Lieder gesungen.

Aktuell sind nur noch sieben Frauen in der Spinnstube aktiv, die zu den Treffen kommen: Anneliese Weber, Regina Koch, Hilde Ronzheimer, Christel Meyer, Erna Meyer, Helga Rehberg und Elisabeth Weis. Viele Strümpfe mit und ohne Muster, Pullover und Schals sind im Laufe der Jahre angefertigt worden. Aber auch Decken und Läufer wurden bestickt.

von Ingrid Lang

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