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„Helden des Alltags“ stellen Taten vor

"Freiwillig Aktiv" „Helden des Alltags“ stellen Taten vor

Zwei Schülerinnen und Schüler der Mittelpunktschule Dautphetal erhalten am Montagabend ein Zertifikat für ihre ehrenamtliche Leistung beim Projekt „Freiwillig Aktiv“.

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Gemeinsam mit ihren Betreuern freuen sich die Schülerinnen und Schüler über das Zertifikat für die Teilnahme an dem Projekt „Freiwillig Aktiv“ an der MPS Dautphe.

Quelle: Salomé Weber

Bad Endbach. Bereits zum elften Mal findet das Projekt „Freiwillig Aktiv“ an der Mittelpunktschule (MPS) in Dautphe statt. Dabei bringen sich Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen sieben bis neun ehrenamtlich in Institutionen und Vereinen ein.

„Wie wir es geschafft haben diese Aktion elf Jahre hintereinander ohne Probleme durchzuführen ist mir selbst ein Rätsel“, kommentiert Schulleiter Harald Becker mit einem Zwinkern und fügt hinzu: „Wir haben eben sehr viele engagierte Menschen und viele nette und hilfsbereite Schülerinnen und Schüler, die gerne bereit sind anderen zu helfen.“

Im Rahmen der alljährlichen Aktion lasen die Jugendlichen jüngeren Schülern in den großen Pausen vor, sangen und unterhielten sich mit Senioren, lehrten die „Bambini“ das Fußballspielen, beschäftigten sich mit behinderten Menschen oder spielten mit Kindergartenkindern.

„Wir waren einmal in der Woche in der Lebenshilfe Wohnstätte in Dautphe und haben uns mit den Menschen, die dort leben, beschäftigt“, erzählen Cagla Yorulmaz und Sophia Nassauer. Nach ein paar Wochen Eingewöhnungszeit haben sich die beiden Schülerinnen sehr gut mit den Bewohnern verstanden, berichten sie weiter. Die Teilnahme an dem Projekt würden sie den jüngeren Schülerinnen und Schülerinnen „auf jeden Fall weiterempfehlen“.

Das freiwillige Engagement der Jugendlichen zeige, dass wir nicht in einer „Ellbogengesellschaft“ lebten, in der jeder nur auf sein eigenes Wohnumfeld bedacht sei, bemerkt Becker. Auch Sozialpädagogin Maike Fögen greift diesen Gedanken auf, als sie ihre Schützlinge lobt: „Ihr beweist, dass das Vorurteil, Jugendliche würden sich für nichts interessieren und nur vor dem Computer sitzen, falsch ist. Ihr habt gezeigt, dass ihr bereit seid, Verantwortung zu übernehmen und euch für andere Menschen einzusetzen.“

Auch Siegfried Ortmüller, Vorsitzender des Seniorenrats Dautphetal, lässt es sich nicht nehmen, ein Lob auszusprechen: „Ihr seid meine Helden des Alltags“ sagt er im Hinblick auf die Schülerinnen und Schüler, die bereits etwas nervös auf ihren Stühlen herumrutschen, weil sie in einigen Augenblicken selbst vor das Publikum treten müssen.

Auf bunt gestalteten Plakaten haben sie Fotos aufgeklebt, Bilder gemalt und Texte geschrieben, um ihren stolzen Eltern, Geschwistern und anderen Anwesenden zu zeigen, was sie in den vergangenen Monaten geleistet haben. Als Dank gibt es für die Jugendlichen nicht nur ein Zertifikat, sondern auch eine Tüte Popcorn, einen Kinogutschein und eine Limonade - gespendet vom Förderverein der MPS Dautphe. Doch die Kindern nehmen von diesem Projekt nicht nur eine Urkunde, etwas Süßes und einen Gutschein mit, sondern auch „viele wertvolle Erfahrungen im Umgang mit Menschen, aber auch im Hinblick auf die eigene Berufswahl“, betont Becker am Ende des offiziellen Veranstaltungsteils.

von Salomé Weber

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