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Held schätzt das offene Wort

Neuer Pastor Held schätzt das offene Wort

Nach knapp drei Monaten endete für die Evangelisch methodistische Kirchengemeinde Lohra die Durststrecke ohne Pastor.

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Rolf Held – hier mit Ehefrau Sonja – wurde von Superintendent Carl Hecker (rechts) in seine neue Funktion als Pastor eingeführt.

Quelle: Ingrid Lang

Lohra. Rolf Held wurde von Superintendent Carl Hecker feierlich als Pastor eingeführt. Die Dienstzuweisung hatte Held bereits Anfang Dezember für die beiden Bezirke Lohra und Kirchhain-Marburg von Hecker erhalten, sie gilt aber nur für den Pastor. Für die EmK grüßte Gemeindevertreter Ulrich Weber den Pastor mit den Worten: „Hinter jedem großen Mann steht auch eine starke Frau“, und das habe sie bereits mit einer Akribie beim Einzug in das Pastorenhaus in Lohra bewiesen.

Weber zitierte Hermann Hesses „in jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“. So ähnlich müsse auch der Pastorenwechsel sein. Der Pastor sei auch nur ein Mensch und daher sollten die Erwartungen nicht zu hoch sein. Mit dem Beginn sehe man auch gleich dem Ende entgegen, denn bis zum Ruhestand sind es nur 7 Jahren. „7“ ist die heilige Zahl in der Offenbarung, sieben Gemeinden, sieben Posaunen und auch in Lohra werden euch sieben Personen begleiten. Leicht schmunzelnd sagte Weber: „Ich hoffe, dass ihr uns nach sieben Jahren nicht ein Buch mit sieben Siegeln hinterlasst“. Der Ausspruch sorgte auch unter den Gottesdienstbesuchern für Lachen. Helds Antwort lautete: „Ss hat uns niemand überreden müssen her zu kommen, und wer denkt, dass ich hier meine Zeit absitze, der wird sein blaues Wunder erleben“, worüber sich die Gemeinde erneut zeigte.

Held, der mittlerweile den 24. Umzug hinter sich gebracht hat, wünscht sich von der Gemeinde, dass Probleme offen angesprochen werden.

Offene Worte sind ihm wichtig

„Sollten sie Schwierigkeiten mit mir haben, wäre mir ein offenes Wort sehr wichtig“, sagte der Pastor. Pfarrer Jonathan Schwarz (evangelische Kirchengemeinde Lohra) erklärte, dass man in Lohra nicht Pastor sage, sondern „Pärner“. Er freue sich auf die ökumenische Zusammenarbeit mit Held.

Bodo Ammenhäuser von der Freien evangelischen Gemeinde Erdhausen ging ebenfalls auf den Dialekt ein und meinte, da könne man schon mal den Pärner mit dem „Penner“ (Obdachloser) verwechseln.

Bei der Gemeindearbeit liegt Held vor allem daran, dass sie offen ist für alle Altersgruppen, so sollte auch der Gottesdienst offen für kreative Beiträge der Gemeinde sein. Das Ehepaar Held freut sich auf einen gemeinsamen Weg, den die Gemeinde miteinander gestalten kann.

Geboren wurde Rolf Held 1957 in Südafrika als Port Elizabethaner und kehrte nach Deutschland zurück, wo er den Beruf eines Kellners erlernte. Nach der Empfehlung seiner Heimatgemeinde absolvierte er ein Praktikum in der Erlöserkirche Ulm. Nach seiner Ausbildung zum Pastor hat er in einigen Gemeinden gewirkt (die OP berichtete).

von Ingrid Lang

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