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Heinrich Reitz hat sich im Rathaus hochgearbeitet

Gladenbach ehrt Stadtbediensteten Heinrich Reitz hat sich im Rathaus hochgearbeitet

Nautilust und Gewerbepark tragen seine Handschrift: Heinrich Reitz ist seit 40 Jahren für die Stadt im Einsatz.

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Bürgermeister Peter Kremer (links) dankte Heinrich Reitz für 40 Dienstjahre bei der Stadt Gladenbach.

Quelle: Friederike Heitz

Gladenbach. Sein Job ist vielseitig, wie Besuche bei den Kickern des 1. FC Köln beweisen. Dienstlich, versteht sich. Im Büro hat sich Heinrich Reitz in den vergangenen 40 Jahren im Rathaus im wahrsten Sinne hochgearbeitet.

Sein erster Schreibtisch stand im Erdgeschoss, im Haupt- und Personalamt. Als technischer Betriebsleiter der städtischen Tochtergesellschaft SEB arbeitet er heute unterm Dach. Er hat die Achtung und Freundschaft vieler Kollegen ­gewonnen. Mit Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) ist er per du.

Mit Rüdiger Götze, dem Vorsitzenden der Gemeinschaftskasse, war er schon im Freizeitpark Phantasialand und beim 
1. FC Köln: Götze war damals Ferienpasskind, Reitz im Ordnungsamt zuständig für die Stadtjugendpflege.

Ruhestand erst ab Mai 2018

Und auch SEB-Geschäftsführer Günter­ Euler lässt nichts auf Reitz kommen: „Wir haben manche Schlacht zusammen geschlagen, das schweißt zusammen.“ Der Wiederaufbau des 2005 abgebrannten Freizeitbads Nautilust zählt der 64-jährige Reitz zu den großen Herausforderungen seines Berufslebens. Zeitgleich zur Leitung des Projekts Wiederaufbau war er Geschäftsführer des Interkommunalen ­
Gewerbeparks Salzbödetal. „Das waren intensive Jahre. Da habe ich mehr Zeit an der Arbeit als zu Hause verbracht“, sagt er.

SEB-Chef Euler sagt, er könne­ sich die SEB gar nicht ­ohne Reitz vorstellen. Gleichwohl wird er sich mit dem Gedanken anfreunden müssen, denn am 1. Mai 2018 geht Reitz in Rente. Er hätte auch früher gehen können. 45 Berufsjahre hat er längst zusammen. Der Job bei der Stadt war nicht sein erster.

Mit 14 Jahren hatte sich Reitz entschieden, Metzger zu werden. Nach erfolgreich abgeschlossener Lehre arbeitete er dann auch zwei Jahre in diesem Handwerk, bevor er seinen Wehrdienst ableistete. Dabei verletzte er sich an der Wirbelsäule. Er verbrachte ein Jahr im Krankenhaus. Als Metzger konnte er anschließend nicht mehr arbeiten.

Nach einer Umschulung verschlug es Reitz ins Gladenbacher Rathaus. Und dort blieb er die vergangenen 40 Jahre, erst im Hauptamt, dann im Ordnungsamt, später in der Finanzabteilung, zuletzt bei der SEB. Bürgermeister, Kollegen und Vertreter des Betriebsrats haben am Dienstag auf Reitz angestoßen, ihm Geschenke überreicht und für sein Engagement gedankt.

Reitz erwiderte den Dank, lobte die „super Kollegen“ und das Vertrauen der ­Vorgesetzten, das ihm auch bei großen Projekten stets sicher gewesen sei. „Es war immer ein herrliches Arbeiten“, sagte er.

von Friederike Heitz

 
 
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