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Heimat ist den Senioren wichtig

Kreisseniorennachmittag Heimat ist den Senioren wichtig

Geht es um Heimat und Gesundheit, dann kommen die Senioren zu den Bildungs- und Vortragsveranstaltungen. 350 Senioren erlebten in der Hinterlandhalle auch ein musikalisches Feuerwerk.

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Marga Seibel (links) und Anneliese Müller (rechts) klärten in ihrem Mundart-Sketch die Probleme „im Hühnerstall“.

Quelle: Helga Peter

Dautphetal. Die Hinterlandhalle war das Ziel und der Treffpunkt für Senioren aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf. Als Ehrengäste waren die Bürgermeister Bernd Schmidt (Dautphetal), Georg Gaul (Lohra), Peter Kremer (Gladenbach) Reinhold Weber (Fronhausen), der Kreistagsvorsitzende Detlef Ruffert, die Landtagsabgeordnete Angelika Löber sowie ehemalige Mitarbeiter der Seniorenbildung, unter ihnen auch Franz Bentler, dabei.

Landrätin Kirsten Fründt (SPD) übernahm die Begrüßung beim Kreisseniorennachmittag, der von der Seniorenbildung der Volkshochschule organisiert wird. Vor Ort trafen sich Senioren aus Angelburg, Bad Endbach, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal, Fronhausen, Gladenbach, Lahntal, Lohra, Steffenberg und Weimar sowie aus den Marburger Stadtteilen Cyriaxweimar, Gisselberg, Haddamshausen und Hermershausen.

Erlebte Gemeinschaft

Die Landrätin ging auf die lange Tradition der Seniorenkreise ein, allein im nächsten Jahr könne in gleich sieben Kommunen das 40-jährige Bestehen derselben gefeiert werden. Die etwa 300 Veranstaltungen in den 42 Treffpunkten in diesem Jahr erfreuten sich eines guten Zuspruchs, berichtete Fründt.

Wichtig sei auch, dass bei diesen Treffen Gemeinschaft erlebt werde. Gerade das Thema „Heimat“ des Bildungsprogramms der Volkshochschule mit seinen Exkursionen (Nationalpark Kellerwald, Regionalmuseum Gladenbach-Weidenhausen oder Biedenkopf und Amöneburg) sei sehr gut angenommen worden.

Kirsten Fründt verwies auf Vortragsreihen zu dem Thema „Der Gesundheit auf der Spur“. Dazu würden weitere Veranstaltungen folgen. Sie bedankte sich bei den ehrenamtlichen Helfern, die die Seniorentreffpunkte unterstützen und sich dafür engagieren, dass Treffpunkte entstehen. Die Landrätin dankte ausdrücklich Gabriele Clement und Karin Lippert für die Organisation der Seniorenprogramme.

Unter dem Motto „Music was my first love“ gab es dann ein musikalisches Feuerwerk. Das „Hinterland Jazz-Orchestra“ unter der Leitung von Charly Mutschler nahm die Zuhörer mit auf eine Reise durch Film-, Pop- und Latinsongs sowie Jazz-Stücke von Glenn Miller und Count Basie.

Vom Englischen ins Hinterländer Platt

Für die Senioren galt es zunächst, sich auf die Klangfülle dieser Interpretationen einzulassen. Christian Koch sang und moderierte gleichzeitig und setzte sich mit Kati Illmann im Duett so recht in Szene. Ohrwürmer wie „Singing in the rain“, „Somethin‘ stupid“, Louis Armstrongs „Wonderful World“ oder „Quando, Quando“ aus dem großen Repertoire des Orchesters wurden von den Senioren mit großem Applaus bedacht. Ziel der musikalischen Reise war Amerika mit dem musikalischen Wunsch „Ich war noch niemals in New York“ und „New York“.

Waren beim Jazz noch (fast) alle Beiträge in Englisch, wurde es bei den Auftritten mehrerer Hinterländer Künstler dann auch sprachlich ganz heimatlich. In ihrem Sketch berichteten Anneliese Müller (Weidenhausen) in der Mundart des Obergerichts und Marga Seibel (Breidenbach) in der des Untergerichts vom „Stress auf dem Bauernhof“ und den Problemen im Hühnerstall. Der Applaus der Senioren war groß.

Karin Lippert (Fachdienstleitung Seniorenbildung) stellte zusammen mit Polizeihauptkommissar Martin Frank 
die Senioren-Präventionsaktion „MAX“ der Polizei Mittelhessen vor. Dabei geht es um die Mobilität für ältere Menschen. In Vorträgen, Filmen und auch Tests wird bei dieser Aktion ­darauf hingewiesen, welche Neuerungen die Straßenverkehrsordnung oder das Führerscheinrecht beinhaltet. Volkshochschule und Polizei werden hier künftig eng zusammenarbeiten.

von Helga Peter

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