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Haute Couture kommt nach Biedenkopf

Kunstprojekt Haute Couture kommt nach Biedenkopf

Das Kunstprojekt in Biedenkopf geht in die nächste Runde: Haute Couture zum Mitmachen gibt es in Biedenkopf.

Biedenkopf. Dem Kunstprojekt-Motto, aus Altem Neues zu gestalten, bleibt die Initiatorin, die Berliner Künstlerin Ursula Cyriax, auch bei der geplanten Modenschau treu. Doch bevor es losgeht, sollten die Kunst-Interessierten die Kleiderschränke nach Brauchbarem durchsuchen. Ein Ballkleid oder ein Lammfell-Mantel sind vielleicht zu schade zum Wegwerfen, aber zu unmodern oder zu „overdressed“, um damit aus dem Haus zu gehen. Auch die berühmt-berüchtigten Glitzerhemden der 70er und 80er Jahre eignen sich zur Neugestaltung.

Wer solche Schätze im Schrank hat und sie wieder tragbar machen will, der könne sich bei der geplanten Modenschau mit Material und seinem Bestreben, sich kreativ einzubringen, beteiligen, sagt Birgit Simmer, Kulturreferentin der Stadt Biedenkopf.

Am Donnerstag, 16. Juni, und am Montag, 20. Juni, findet jeweils von 15 bis 18 Uhr ein Nähkurs im städtischen Gebäude „Markt 2“ statt. Am Samstag, 25. Juni, können die Teilnehmer des Kunstprojektes ab 21 Uhr ihre neugestalteten Modelle bei einer Modenschau im Rathaussaal präsentieren. Die Biedenkopfer Modelle sind quasi die Vorhut für Design, das schon in Madrid, Paris und Berlin die Laufstege der Haute Couture erobert hat. Schneidermeisterin Heike Schneider aus dem Biedenkopfer Stadtteil Wallau, die ein abgeschlossenes Studium im Textil-Bereich vorzuweisen hat, ist mit von der Partie. Es können sich aber noch weitere Experten auf dem Gebiet der Mode beteiligen. Jeder, der gut und gerne näht, ist eingeladen, sich zu beteiligen. Gesucht werden noch Biedenkopfer, die ihre Nähmaschine für die zwei geplanten Nähkurs-Tage entbehren und sie im „Markt 2“ zur Verfügung stellen. Und wer aus einem alten Bekleidungsstück etwas Neues kreieren möchte, kann die Chance nutzen.

Teilnehmer sollten ihre Altkleider gereinigt oder gewaschen mitbringen. Wer nichts Passendes im eigenen Fundes hat, kann sich aus dem des Deutschen Roten Kreuzes oder dem der Diakonie bedienen. Die Organisationen haben zahlreiche Bekleidungsstücke für diese Aktion zur Verfügung gestellt.

Um die Mode zu präsentieren, benötigen die Veranstalter noch Models. Tänzerinnen der Tanz-Etage haben sich schon zur Verfügung gestellt, um am 25. Juni im Rathaus über den Catwalk zu laufen. Es können sich aber noch weitere Models melden. Sie erlernen vor dem Auftritt auf dem Laufsteg in drei Probentrainings das Wissen um das „schöne Schreiten“. Vermittelt wird es von ZDF-Choreographin Patricia Hoffmann. Außerdem sind zwei professionelle Anproben mit der Designerin Professor Anke Schlöder geplant. „Mode, Frisur, Schminke, alles muss stimmen“, sagt Simmler.

Plätze für die kostenlose Modenschau kann man in der Tourist-Info reservieren. Interessierten, die nähen, modeln oder eine Nähmaschine zur Verfügung stellen wollen, melden sich beim Eigenbetrieb „Freizeit, Erholung und Kultur“, Telefon 0 64 61 / 9 50 10.

von Silke Pfeifer-Sternke

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