Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 16 ° wolkig

Navigation:
Haus ist „das Herz unseres Ortes“

Zukunft der Dorfgemeinschaftshäuser Haus ist „das Herz unseres Ortes“

Wolfgang Waldschmidt erläuterte die Bereitschaft des Kultur- und Heimatvereins, das Dorfgemeinschaftshaus in Weipoltshausen zu einem Kaufpreis von 75000 Euro von der Gemeinde zu übernehmen.

Voriger Artikel
Zeitbeschränkung ist im Gespräch
Nächster Artikel
"SChwarze Null" macht alle froh

Im Juni dieses Jahres demonstrierten rund 200 Weipoltshäuser für den Erhalt des Dorfgemeinschaftshauses. Jetzt stehen Verkaufsverhandlungen mit dem Kultur- und Heimatverein zum Kauf des Gebäudes an.

Quelle: Anita Ruprecht

Weipoltshausen. Wolfgang Waldschmidt, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Weipoltshausen, stellte dem Ortsbeirat, Vertretern des Gemeindevorstands und Bürgern das Arbeitspapier vor, das Verhandlungsgrundlage für den Erwerb und die Übernahme des Dorfgemeinschaftshauses Weipolts-hausen durch den Kultur- und Heimatverein ist.

„Das Gebäude ist das Herz unseres Ortes“, so lautete die Überschrift und Waldschmidt fügte hinzu: „Wir wollen unser Dorfgemeinschaftshaus nutzen und weiterentwickeln.“ Die Zahlen, die er nannte, spiegelten den derzeitigen Stand der Verhandlungen wider und seien noch nicht der endgültige Vertragsentwurf, schränkte Waldschmidt ein. Verhandelt wird über einen Kaufpreis von 75000 Euro und monatliche Mieteinnahmen von der Gemeinde für die Räume der Feuerwehr von 690 Euro.

Zusätzlich werde die Gemeinde über die ersten fünf Jahre nach dem Verkauf verteilt, einen Betriebskostenzuschuss von 50000 Euro zahlen. Den reinen Kaufpreis von 75000 Euro könne der Verein durch die monatlichen Mieteinnahmen stemmen. Allerdings steht eine umfangreiche Sanierung des Hauses an und dazu benötige der Verein unbedingt eine breite Unterstützung aus der Weipoltshäuser Bevölkerung, sagte Waldschmidt.

Er stellt sich den weiteren Verlauf so vor, dass zunächst die Verträge (Kauf- und Mietvertrag), ausgearbeitet werden und der finanzielle Sanierungsbedarf ermittelt, dann die Beschlussvorlage für die Gemeindevertretung erstellt wird.Waldschmidt hofft, dass es in der Sitzung der Gemeindevertretung Ende Januar eventuell schon zu einer Eigentumsübertragung kommen kann.

„Wir müssen das Eisen schmieden, solange es heiß ist“, sagte Waldschmidt. Er will am 7. Januar eine Dorfversammlung einberufen. Detaillierte Fragen, beispielsweise über die Einrichtung und den Betrieb des geplanten Dorf-Cafés und die Strukturierung der Gebühren nach der Übernahme, wurden auf die Dorfversammlung im neuen Jahr verlegt, bei der auch Arbeitsgruppen für die einzelnen Themen gebildet werden sollen.

Bis zur Sitzung der Gemeindevertretung wolle er möglichst viele Fragen klären, sagte Waldschmidt und fügte an: „Als Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Weipolts-hausen bin ich nur bereit Verträge zu unterschreiben, wenn ich eine breite Mehrheit der Bevölkerung hinter mir habe.“ Er brauche Menschen mit Fähigkeiten und Fertigkeiten, denen das DGH was wert ist und die Lust haben anzupacken. Zudem werde er auf ein Bilanzierungsgespräch der Dorferneuerung (DE) im Januar drängen. Jetzt stehe in Sachen DE nur noch die Sanierung des DGHs an, und er wolle für die Sanierungsarbeiten noch möglichst viel von der Dorferneuerung profitieren, sagte Waldschmidt.

Zudem wolle er in Weipoltshausen von Haus zu Haus gehen und Geld sammeln, damit der Verein einen Grundstock für die Sanierung erhält.Der Ortsbeirat Weipoltshausen nahm das Arbeitspapier des Kultur- und Heimatvereins zustimmend zur Kenntnis.

Ortsvorsteher Patrick Voyé teilte dann noch mit, dass vor der Ortseinfahrt von Weipolts-hausen ein Gehege für Strauße oder Emus gebaut werden soll. Weiter sagte er, dass er sich mit dem Kirchenvorstand der Gemeinde in Verbindung setzen wolle, weil die Mauer an der Kirche so marode sei, dass sie eine Gefahr für Fußgänger auf dem vorbeiführenden Gehweg darstelle. Die Mauer müsse zumindest notdürftig repariert werden.

von Anita Ruprecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr