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"Haus Bergfried" ohne Trinkwasser

Versorgungsprobleme "Haus Bergfried" ohne Trinkwasser

Das "Haus Bergfried" in Hartenrod ist von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten, weil eine Pumpe ausgefallen ist. Das Deutsche Rote Kreuz befüllt nun die Zisterne.

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Andreas Laucht am Hydranten füllte mit Nils Evelbauer und Dino Starcic einen Wasserbehälter mit Trinkwasser. Nils Evelbauer beobachtete später, wie das Trinkwasser in die Zisterne des „Hauses Bergfried“ gefüllt wird (kleines Foto).Fotos: Ingrid Lang

Hartenrod . Kurz nach 22 Uhr erreichte am Mittwochabend ein Hilferuf des stellvertretenden Wassermeisters Stefan Lang von der Gemeinde Bad Endbach den Vorsitzenden der DRK-Bereitschaft Erdhausen, Jürgen Naumann. Der Wassermeister teilte Naumann mit, dass das „Haus Bergfried“ in Hartenrod, in dem zu der Zeit 100 Gäste weilten, kein Trinkwasser mehr hatte. Der Grund dafür war ein Defekt an der Druckerhöhungspumpe, die daher kein Trinkwasser mehr in die Zisterne oberhalb des „Hauses Bergfried“ befördern konnte.

Nach einem Rundruf in der Bereitschaft wurde der Betreuungslastwagen von Werner Evelbauer und weiteren Helfern nach Hartenrod zum Feuerwehrgerätehaus gefahren. Dort wurde das Trinkwasser von einem Hydranten, der direkt neben dem Feuerwehrgerätehaus steht, abgezapft und dann zur Zisterne am Haus Bergfried transportiert.

Zum ersten Mal wurde das Fahrzeug des 1. Betreuungszuges des Landkreises Marburg-Biedenkopf mit Standort Erdhausen zu einem offiziellen Transport benötigt. Im gesamten Landkreis gibt es nur zwei Fahrzeuge für den Transport von Trinkwasser. Eines der Betreuungsfahrzeuge steht in Wetter und das andere in Erdhausen und wird nur von dem Personal der DRK-Bereitschaft genutzt.

Zusammen mit dem Einsatzleitwagen der DRK-Bereitschaft Erdhausen ging es dann nach Hartenrod. Am Mittwochabend wurde die Zisterne mit etwa 4000 Liter Trinkwasser aufgefüllt und am Donnerstag waren die Erdhäuser Rotkreuzler wieder im Einsatz und füllten die Zisterne mit 8000 Litern Trinkwasser auf.

Normalerweise können auf dem Fahrzeug zwei Wassersäcke mit jeweils einem Fassungsvermögen von 1000 Liter transportiert werden. Da aber die Zisterne hoch am Berg liegt, entschloss sich die Bereitschaft um Naumann und Evelbauer, dass sie nur einen Tank befüllen. Beim Befüllen gilt es, auch die Hygienevorschriften zu beachten, denn es dürfen nur Edelstahlkupplungen zum Anschließen des Tanks und der Leitung genutzt werden, da sie lebensmitteltauglich sein müssen.

In ein paar Minuten ist der Tank, der mit Gurten auf dem Fahrzeug befestigt wird, befüllt. Fast genauso schnell funktioniert auch das Entleeren des Wassertanks in die Zisterne. Die beiden Wassertanks lagern normalerweise in einer Alutransportkiste, die ebenfalls auf dem Wagen befestigt ist. Der Betreuungslastwagen ist für verschiedene Einsätze umrüstbar.

Erfreut über die schnelle Hilfe der Bereitschaft zeigte sich der Heimleiter Thomas Schmidt vom „Haus Bergfried“. „Der Einsatz ist vorbildlich“, erklärte er.

An den beiden Tagen waren neben Naumann, Werner und Nils Evelbauer, Andreas Laucht und Dino Starcic im Einsatz.

Bis eine neue Pumpe eingebaut wird, sorgt die DRK-Bereitschaft Erdhausen auch weiterhin für die Trinkwasserversorgung

Schmidt rechnet nicht vor Montag damit, dass eine Entscheidung fällt, ob die Pumpe repariert werden kann oder ob sie erneuert werden muss. Fest steht aber, dass das Haus die anfallenden Kosten zu tragen hat - auch den Einsatz des Deutschen Roten Kreuzes. „Das nehme ich gern in Kauf. Ansonsten hätte ich die Gäste-Gruppen wieder wegschicken müssen“, erklärte Schmidt.

von Ingrid Langund Silke Pfeifer-Sternke

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