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Hasbulat darf bleiben

Bleiberecht Hasbulat darf bleiben

Der Einsatz vieler Menschen in der Gemeinde Bad Endbach hat sich gelohnt: Der an den Nieren erkrankte achtjährige Hasbulat wird nicht nach Polen abgeschoben.

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Über die Annahme der Petition durch den Deutschen Bundestag freuen sich (von links) Ruslan Hadaev mit Tochter Faina, Hasbulat auf dem Schoß von Sozialpädagogin Katharina Rieger und Zerema Hadaev.

Quelle: Thorsten Richter

Bad Endbach. Nicht nur beim heimischen Bundestagsabgeordnete Sören Bartol war die Freude groß, als er am Donnerstag kurz nach 15 Uhr nach Bad Endbach meldete, dass der Deutsche Bundestag in Berlin soeben der Petition für das Bleiberecht zugunsten des achtjährigen Hasbulat Hadaev zugestimmt hatte. Erfreut wie erleichtert nahmen die Eltern des kleinen Tschetschenen die Nachricht auf, die nun die Zukunft des nierenkranken Jungen hoffnungsvoller erscheinen lässt.

Im Alter von 11 Monaten wurde das erste Kind von Zerema und Ruslan erstmals operiert. Der Eingriff scheiterte, sodass weitere folgen mussten, bis die Ärzte in ihrer Heimat den Eltern kaum noch Hoffnung auf eine Besserung gaben. Es folgte eine viertägige Odyssee, die im Frühjahr 2010 über Polen nach Deutschland führte. Dies ist auch der Grund, weshalb der Familie die Rückführung nach Polen drohte, da dies die Dublin-II-Verordnung der EU-Länder vorsieht und ein Asylantrag dann dort zu stellen wäre.

Diese Ungewissheit verhinderte bisher, das Hasbulat die lebensnotwendigen Eingriffe erfuhr, da bei einer Abschiebung die weiterführende medizinische Versorgung nicht gewährleistet war. In einer beispiellosen Hilfsaktion engagierten sich die Schüler der Mittelpunktschule in Hartenrod für „Hasbulat will leben!“ und sammelten 5 .166 Unterschriften, die von Zehntklässlern im Mai in Berlin an Bartol übergeben wurden, um die eingereichte Petition zu unterstützen.

von Gianfranco Fain

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