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Hartmut Mai: Position des Nabu war bekannt

Windpark Hilsberg Hartmut Mai: Position des Nabu war bekannt

Unterschiedliche Ansichten kennzeichnen weiterhin die Teilnahme von Wulf Hahn für den Nabu am Berlin-Marathon. Während Hahn in einer neuen Mitteilung darauf hinweist, dass die Spenden-Sammelaktion zugunsten des Erhalts des Hilsbergs weiterläuft, spricht er auch von einer „Strafaktion“, da er ohne Rücksprache auf Veranlassung des Nabu-Landesverbands Hessen aus dem Marathon-Team gestrichen wurde.

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Bad Endbach. Dazu erklärt Landesgeschäftsführer Hartmut Mai, dass Hahn zwar vom Bundesverband signalisiert wurde, er könne wie im Jahr zuvor erneut teilnehmen. Am Mittwoch sei jedoch anders entschieden worden, da die Zahl der Bewerber die 10 Startplätze des Nabu übertraf und Hahn kein Nabu-Projekt unterstützen wolle. Hahn habe „nicht offen kommuniziert“, dass er für den Hilsberg laufen wolle, so Mai.

Das Waldgebiet in dem die Windkraftanlagen des geplanten Windparks Hilsberg stehen sollen, sei seit dem erklärten Klageverzicht am 20. November kein Nabu-Projekt mehr. Mit einem klaren „Nein“ widerspricht Mai zwei weiteren Aussagen Hahns. Weder habe der Nabu Überlegungen noch Anstrengungen unternommen, den Hilsberg zum Naturschutzgebiet zu machen, noch habe er gegenüber Hahn am 30. Oktober in dessen Marburger Büro versichert, dass man einen Vergleich aus Naturschutzgründen nicht näher treten könne.

Das Engagement des Nabu Hessen im Vorjahr richtete sich gegen die vorzeitige Rodungsgenehmigung. Eine Klage vor dem Verwaltungsgerichtshof sollte im Sinne der schützenswerten Tierarten verhindern, dass vollendete Tatsachen geschaffen würden, so Mai.

Für den Nabu sei einzig der Standort 3 grundsätzlich nicht akzeptabel gewesen. Als die Gemeinde Bad Endbach im Sommer 2012 eine Raumnutzungs-Untersuchung durchführen ließ, habe dessen Ergebnis – das Hauptnahrungsgebiet für den Rotmilan liege zwischen dem Hilsberg und Bottenhorn – die Zustimmung des Nabu ermöglicht, ergänzt durch Zugeständnisse wie den Abbau der beiden Windräder, die Verlegung von Freilandleitungen unter die Erde oder auch die Umwandlung von Äckern in Grünland. „All dies ist Herrn Hahn bekannt gewesen“, sagt Mai abschließend.

Erich Sänger, Vorsitzender des Nabu-Kreisverbandes, war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

von Gianfranco Fain

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