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Haffer fordert erneut Beck heraus

Bürgermeister-Wahl Haffer fordert erneut Beck heraus

Während der Polizeihauptkommissar Reiner Haffer seine Kandidatur für die Bürgermeisterwahl in Angelburg bekanntgibt, verneint Doris Räuber Ambitionen auf das Amt in der Nachbargemeinde.

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Reiner Haffer (links) will bei der Wahl um den Chefsessel im Angelburger Rathaus gegen den Amtsinhaber Thomas Beck antreten.

Quelle: Archivfotos

Angelburg. Ein Traumpaar an der Spitze der Gemeinde Bad Endbach, das wird es nicht geben. Zu hartnäckigen Gerüchten, die in der Gemeinde von einer Kandidatur für das Bürgermeisteramt im nächsten Jahr kursieren, erklärt Doris Räuber: „Das schließe ich aus.“ Man solle zwar nie nie sagen, aber sie wisse von nichts, erklärt die Leiterin der Therme in Bad Bellingen.

In gleicher Funktion war Räuber schon in der Lahn-Dill-Bergland-Therme tätig und wohnt auch in Bad Endbach. Dort übt ihr Ehemann Arndt Räuber das Amt des Ersten Beigeordneten aus, ist also der von der Gemeindevertretung bestimmte ehrenamtliche Stellvertreter des Bürgermeisters Markus Schäfer.

Christdemokrat Schäfer hat sich noch nicht dazu geäußert, ob er eine dritte Amtszeit anstrebt. Seine Amtszeit läuft am 9. Januar 2018 aus. Auch der CDU-Parteivorsitzende macht zu diesem Thema keine konkreten Aussagen. „Wir haben noch nicht offiziell darüber beraten“, sagt Otto-Erich Pfeifer.

Kandidatensuche läuft an

Etwas klarer werden da schon die Vertreter der beiden anderen Fraktionen des Parlamentes. Ja, die SPD werde einen eigenen Kandidaten aufstellen, erklärt Rolf Bernshausen.

Da davon auszugehen sei, dass Schäfer seine Amtszeit „bis zum bitteren Ende fortführt“, sei es für eine Präsentation eines Kandidaten noch zu früh. Diese werde frühestens im November erfolgen, erklärt der SPD-Fraktionschef.

Ähnlich vage äußert sich Volker Jakob von der FWG. Man habe einen Kandidaten im Auge, befinde sich aber noch im Entscheidungsprozess. Ein gemeinsamer Nenner könnte aber offenbar beim Wahltermin gefunden werden. Eine Zusammenlegung mit der Bundestagswahl wäre sinnvoll. Der Tag ist noch nicht festgelegt, wird aber im Zeitraum vom 23. August bis 22. Oktober 2017 liegen.

Beigeordneter gegen Bürgermeister

Während in Bad Endbach noch vieles vage ist, steht seit Donnerstag der zweite Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 5. Februar 2017 fest. Reiner Haffer hat die nötigen Unterschriften beisammen und verkündete seine Kandidatur.

Somit steht fest: Der Erste Beigeordnete der Gemeinde tritt gegen den noch amtierenden Bürgermeister an. Der Unabhängige Haffer trifft also wie bei der Wahl im Jahr 2011 auf den Sozialdemokraten Thomas Beck.

Bei seinem ersten Versuch unterlag der Polizeihauptkommissar dem Bankangestellten in der Stichwahl. Am 3. November 2011 erhielt Reiner Haffer 44,6 Prozent der Stimmen, Thomas Beck folgte somit seinem nicht mehr angetretenen Parteigenossen Norbert Mai auf den Bürgermeisterstuhl der Hinterlandkommune. Der in Gönnern lebende Haffer ist seit der Kommunalwahl im März dieses Jahres der ehrenamtliche Vertreter des Bürgermeisters.

Diesmal scheinen die Voraussetzungen für den 54-jährigen parteilosen Kandidaten günstiger zu sein. Sowohl die BGL/FWG als auch die CDU werden vermutlich keinen eigenen Kandidaten aufstellen. Mehr noch: „Ich gehe davon aus, dass Fraktion und Partei Haffer unterstützen werden“, sagte CDU-Fraktionschef Hans-Ludwig Interthal auf Anfrage der OP.

Da die Christdemokraten mit der BGL/FWG in der Gemeindevertretung eine Zählgemeinschaft bilden, dürfte wohl auch das BGL/FWG-Bündnis Haffer unterstützen.
Nach Informationen der OP sollen die Mitglieder beider Wählervereinigungen dazu noch vor Jahresende befragt werden.

von Gianfranco Fain

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