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„Hätte es nicht zu träumen gewagt“

LSG Bottenhorn „Hätte es nicht zu träumen gewagt“

Der Weidenhäuser Michael Bastian hat die Sportpilotenlizenz in Rekordtempo erworben. „Nervös war ich schon und vor einem Jahr hätte ich es nicht zu träumen gewagt, nun mit einem Flugzeug alleine zu fliegen“, erklärt Michael Bastian.

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Michael Bastian von der LSG Bottenhorn in dem Ausbildungsflugzeug Dynamic WT9. Er ist der Erste, der seine Ausbildung vom Fußgänger zum Ultraleichtpiloten begann.

Quelle: Privatfoto

Bottenhorn. Der Weidenhäuser absolvierte im Rekordtempo seine Ausbildung zum Ultraleichtpiloten. Erst sieben Monate war er Mitglied in der Luftsportgemeinschaft Bottenhorn, ehe er zum ersten Mal alleine mit dem Flugzeug startete. Er ist der erste Bottenhorner Flieger, der direkt den Schein zum Ultraleichtpiloten machte, die meisten steigen über den Segelflug in die Fliegerei ein.

Seiner theoretischen Ausbildung widmete er sich in den Monaten, in denen witterungsbedingt nicht geflogen werden konnte. Mit einer gesamten Erfolgsquote von 98 Prozent in den sechs Teilgebieten bestand er Ende März mit „sehr gut“. Die Themengebiete sind Luftrecht, Meteorologie, Navigation, Verhalten in besonderen Fällen, Pyrotechnik und Aerodynamik.

In insgesamt 34 Flugstunden bei 135 Starts und Landungen wurde nach der Winterpause geübt. Viele fliegerische Übungen wurden absolviert und bis zur Perfektion geübt. Das 230 Kilometer pro Stunde schnelle Flugzeug flog unter anderem nach Koblenz und zur Luftfahrtmesse an den Bodensee. „Die ganze Woche hindurch habe ich mich schon auf das Wochenende gefreut“, sagt Michael Bastian über die Atmosphäre in der Luftsportgemeinschaft Bottenhorn.

Hohe Hürde in der Prüfung: 85 Prozent

Wer es Michael Bastian gleichtun möchte und eine Ausbildung zum Ultraleichtpiloten absolvieren will, muss einiges beachten. Man muss mindestens 16 Jahre alt sein, um mit der Ausbildung zu beginnen, mit 17 kann man sie dann abschließen. Außerdem müssen ein fliegerärztliches Tauglichkeitszeugnis der Klasse II und ein polizeiliches Führungszeugnis vorgelegt werden. Auch ein Nachweis über die Kursteilnahme für lebensrettende Sofortmaßnahmen muss vorhanden sein.

Die Ausbildung besteht aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Im theoretischen Teil werden sechs Themenfelder gelehrt, die bei einer Prüfung mit 40 Fragen pro Themenfeld mit jeweils 85 Prozent bestanden werden müssen. Die Fragen sind nach dem Multiple-Choice-Prinzip aufgebaut, daher gibt es für jede Frage vier Antwortmöglichkeiten. Auch eine praktische Aufgabe wird in der Prüfung gestellt, der ordnungsgemäße Umgang mit Navigationsbesteck und Karten ist gefordert.

Im praktischen Teil der Ausbildung sollen mindestens 30 Flugstunden absolviert werden, in denen 40 Starts und Landungen gemacht werden müssen. Am Ende der Ausbildung werden es jedoch über 100 Starts und Landungen sein. Die Kosten für die Ausbildung bewegen sich zwischen 2500 und 3500 Euro, es kommen noch Mitgliedsbeiträge und Nebenkosten wie Fliegerarzt und Prüfungsgebühren hinzu. Für die Länge der Ausbildung ist circa ein Jahr vorgesehen.

von Jannis Kuhl

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