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HR dreht auf dem „Dach des Hinterlands“

"Dolles Dorf" HR dreht auf dem „Dach des Hinterlands“

Alphornklänge, Eisstockschießen und ein Drift-Europameister: Der Bad Endbacher Ortsteil Bottenhorn wurde am Donnerstagabend zum "Dollen Dorf" auserkoren. Was aus dem Besuch des HR-Fernsehteams geworden ist, davon können sich die Zuschauer am Samstagabend in der Hessenschau selbst überzeugen.

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Marco Herrmann wird in dem Filmbeitrag mehrmals den Klang seines Hornes ertönen lassen.

Quelle: Sascha Valentin

Bottenhorn. Was macht unsere Heimat einzigartig und liebenswert? Das können die Bottenhorner an diesem Samstagabend um 19.30 Uhr in der Hessenschau zeigen. Denn der Bad Endbacher Ortsteil wurde am Donnerstagabend als „Dolles Dorf“ der gleichnamigen Sendereihe des hessischen Rundfunks gezogen.

Zwei Wochen nachdem sich die Sinkershäuser von ihrer „Schokoladenseite“ gezeigt hatten, war am Freitagabend wieder ein Filmteam im Hinterland unterwegs und musste gleich bei den ersten Aufnahmen am eigenen Leib feststellen, was den Ort auszeichnet: Jede Menge Schnee und ein schneidend kalter Wind! Kein Wunder, ist Bottenhorn doch mit 540 Metern das höchstgelegene Dorf im Landkreis.

„Genau solche Besonderheiten suchen wir“, erklärte Reporter Bernd Bark. Nicht wieder einen Chor, der das Hessenlied schmettert, oder die Feuerwehr bei einer Übung. „Darauf kann der Ort zwar zu Recht stolz sein“, aber im Grund habe das jedes Dorf zu bieten, erklärte Bark.

Interessant werde es, wenn es im Ort etwas gibt, was man eben nicht überall finden kann. Wie zum Beispiel den Eisstock-Club - ein „echter Exot unter den Vereinen“, urteilte Bark und ließ das Eisstockschießen deswegen auch im Film festhalten. Ein besonderes „Örtchen“ im wahrsten Sinne des Wortes machte das Filmteam auch in der Grundschule aus. Dort haben die Schüler die Wände und Türen ihrer Toiletten mit bunten Bildergeschichten gestaltet und für so viel Kreativität sogar einen Preis gewonnen. Da macht der Gang zum Alleinsein gleich doppelt so viel Spaß.

Ebenso wenig darf Patrick Becker in dem Beitrag fehlen, der den Fernsehleuten eine Kostprobe seines ausgefallenen Hobbys gab. Der Bottenhorner ist nämlich Europameister im Driften und ließ die Reifen seines Wagens an der Bushaltestelle in der Ortsmitte kräftig durchdrehen. Weitere Stationen waren die Kirche, deren Jubiläum im vergangenen Jahr gefeiert wurde, oder auch eine Schar Kinder, denen die Kamera beim Rodeln zuschaute. So was geht auf dem „Dach des Hinterlands“ eben häufiger als in vielen anderen Orten.

Zwischen den Stationen durfte Marco Herrmann den Filmbeitrag mit den Klängen seines Jagdhorns untermalen und einige Alphornbläser ließen ihre mächtigen Instrumente erklingen, während die Kamera über den Ort schwenkte. Für Michael Rombach bedeutete der Besuch des Filmteams übrigens eine echte Feuertaufe. Von nur etwas mehr als einem Monat trat er die Nachfolge Erich Filippis als Ortsvorsteher an und trommelte als solcher die Bottenhorner zusammen. Dabei zeigte sich einmal mehr die gute Dorfgemeinschaft. Er selbst hatte die Ziehung nämlich gar nicht mitbekommen, aber die „Buschtrommeln“ funktionierten. „Innerhalb von zehn Minuten habe ich 50 Anrufe und 100 SMS bekommen“, erzählte Rombach.

von Sascha Valentin

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