Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 1 ° Regen

Navigation:
Gruppen arbeiten an Gesamtwerk

Gemeinde-Entwicklung in Dautphetal Gruppen arbeiten an Gesamtwerk

In vier Arbeitsgruppen aufgeteilt befassen sich rund 55 Bürger aus den Orten der Gemeinde Dautphetal mit der zukünftigen Entwicklung der Großgemeinde.

Voriger Artikel
Spenden sollen Kostüme finanzieren
Nächster Artikel
Rachelshausen ist diesen Samstag Dolles Dorf

Stehend gibt Helmut Kind, Moderator des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), den Mitgliedern der Arbeitsgruppe „Kommunikation, Dorfgemeinschaft und Kultur“ Tipps. Am Tisch der Arbeitsgruppe „Technische Infrastruktur und Wirtschaft“ wird eifrig diskutiert.

Quelle: Gianfranco Fain

Holzhausen. „Kommunikation, Treffpunkte, Dorfgemeinschaft und Kultur“, „Siedlungsentwicklung, Versorgung und Verkehr“, „Technische Infrastruktur, Wirtschaft und Bildung“ sowie „Freizeit und Tourismus“ - so sind die Themen der vier Arbeitsgruppen benannt, die beim zweiten IKEK-Forum Ende April ihre Arbeit aufnahmen. Die vier Themenfelder bildete Helmut Kind, Moderator des Integrierten kommunalen Entwicklungskonzepts (IKEK), aus den Ergebnissen des ersten IKEK-Forums, bei dem die Teilnehmer die Wünsche der zwölf Orte der Gemeinde Dautphetal zusammentrugen (die OP berichtete).

Die vier Arbeitsgruppen gingen im Bürgerhaus Holzhausen gleichartig vor, kamen aber unterschiedlich voran. Während zum Beispiel die große Gruppe „Kommunikation, Treffpunkte, Dorfgemeinschaft und Kultur“ sich fast ausschließlich auf die Überprüfung der vorliegenden Zusammenfassung des Moderators beschränkte, kam die Arbeitsgruppe „Freizeit und Tourismus“ darüberhinaus schon zu einem konkreten Arbeitsauftrag. Es wird eine Aufstellung der großen und kleinen Sehenswürdigkeiten in Dautphetal erstellt, die in einer Informationsbroschüre für Touristen münden könnte. Der ehemalige Holzhäuser Ortsvorsteher Erich Schneider will die Aufstellung zum nächsten Besprechungstermin am 26. Mai vorlegen.

Gut voran kam auch die Arbeitsgruppe „Siedlungsentwicklung, Versorgung und Verkehr“. An dem Tisch entwickelten sich laut Sebastian Bahmer interessante Diskussionen, die „vom Ortsteildenken wegführten“ - dies weil die Mitglieder feststellten, dass die Themen Leerstand, Einkauf und Mobilität alle Ortsteile gleichermaßen betreffen. So wurde beschlossen, sich intensiver den Themen zu widmen, wie die Verbraucher zu den Geschäften kommen oder umgekehrt und wie oder wo das Radwegenetz innerhalb der Gemeinde ausgebaut werden sollte, um zum Beispiel besser nach Gladenbach zu kommen. Auch die Überquerungsmöglichkeiten von gefährlichen Straßen sollen dabei ins Auge gefasst werden und schließlich gilt es, auf die veränderte Altersstruktur in den Orten eine Antwort zu finden.

„Wir-Gefühl“ soll in der Gemeinde gestärkt werden

Die Gruppe, die sich mit den Themen Technische Infrastruktur, Wirtschaft und Bildung beschäftigte, diskutierte die Schwerpunkte Arbeitsplätze, Marketing, Schulentwicklung und Handyempfang. Zu Beginn wurde festgestellt, dass man das „Wir-Gefühl“ stärken sollte, denn: Dautphetal sei für Nachbarkommunen eine Marke und die Einwohner sollten stolz sein, in Dautphetal zu wohnen. „Wir sind Dautphetaler“, so lautet das neue Motto, welches sich die Mitarbeiter aus den Orten überlegten.

Die lokalen Arbeitsplätze sollen durch Ideen gesichert und aussichtsreich gestaltet werden. Das Wohnen soll attraktiver gemacht werden, damit mehr Dautphetaler in der Region bleiben und auch Menschen aus anderen Gemeinden nach Dautphetal ziehen. Als Ziel planen einige Dörfer, die Qualität des Ortes als Wohnstandort zu präsentieren. Eine Idee der Präsentation ist die Erweiterung der Gemeindewebseite. Aktuelle Informationen über die Ortsteile sollen dort erscheinen. Wenn mehr Menschen nach Dautphetal ziehen, werden auch lokale Arbeitgeber davon profitieren, so die Idee.

Netze sollen verbessert werden

Um Eltern mit Kindern ein gutes Angebot an Kindergärten und Schulen zu bieten, sollen auch die öffentlichen Verkehrsnetze verbessert werden, da es zum Beispiel in Damshausen und Elmshausen Probleme mit der Anbindung gibt. Grundschulen wie die in Holzhausen und in Buchenau sollen unbedingt erhalten bleiben.

Jeder der geplanten Schritte baut aufeinander auf. Man möchte ein Gefühl der Zusammengehörigkeit erreichen, wie es in anderen Gemeinden schon der Fall ist.

Aufgrund der Wichtigkeit von Internet und Mobilfunknetz sollen die Anbindungen verbessert werden, denn dies sei „ein wichtiger Faktor“, so die Gruppenmitglieder. Das Breitbandinternet sei auf einem guten Weg in der Region und für die Suche nach einem Wohnstandort sehr wichtig.

von Gianfranco Fain und Jannis Kuhl

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr