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Grünes Licht für die „Naturschule“

Beschluss zum „Camp Lachenwald“ Grünes Licht für die „Naturschule“

Keine Diskussionen, nur Äußerungen der Freude gab es zum planungsrechtlichen Startschuss 
für das Projekt auf dem Gelände des ehemaligen US-Girlscout-Camps bei Hommertshausen.

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Im ehemaligen Girlscout-Camp der US-Army „Lachenwald“ bei Hommertshausen soll wieder Leben einkehren. Die Dautphetaler Gemeindevertretung beschloss die nötige Bauleitplanung, um eine „Naturschule“ entstehen zu lassen.

Quelle: Gianfranco Fain

Dautphe. Als die Gemeindevertreter mit einstimmigen Beschlüssen den Weg für das ­Entstehen einer „Naturschule­ Camp Lachenwald“ ebneten,­ wich am Montagabend die Spannung vom Gesicht des Investors. Ein bisschen unter Druck im positiven Sinne fühle­ er sich jetzt schon, gestand Günther Hoffmann, der die Sitzung im Dautpher Bürgerhaus mit Ortsvorsteher Uwe Wohnrade verfolgte, der OP.

Der gebürtige Biedenkopfer Hoffmann will auf dem Gelände des ehemaligen Girlscout-Camps der US-Army eine­ „Walden School“ einrichten. Diese­ für Deutschland einmalige Schulform ist an das „Outdoor College“ angelehnt, welches Hoffmann in Norwegen betreibt.

Die „Waldschule“ in Dautphetal wäre die erste ihrer­ Art in Deutschland. In dieser sollen bis zu 32 Absolventen der neunten Klassen für sechs Monate mit Lehrern und Outdoor-Trainern wie in einem Internat leben, sich selbst versorgen und neben den Grundfächern auch Lehrinhalte wie Forstwirtschaft vermittelt bekommen. Der Lehrbetrieb läuft von ­August bis Januar. Ab März sind die Belegungen der Räume zum Beispiel für Seminar durch kommunale oder private Nutzer möglich.

Keine ernsten Einwände

Bevor Hoffmann aber mit dem für den März beabsichtigten Umbauten beginn kann, mussten erst die Gemeindevertreter die Voraussetzungen durch eine­ Änderung des Flächennutzungsplanes sowie die Aufstellung eines Bebauungsplanes schaffen.

Für beide Pläne ist die Frist zur öffentlichen Einsichtnahme abgelaufen. Schwerwiegende Einwände gab es laut der Gemeindeverwaltung nicht. Nur der Verband Hessischer Fischer gab einige Tipps und von der Jägerschaft wird darauf hingewiesen,­ dass gerade in der vorgesehenen Schulzeit das Wild bejagt wird und Störungen schon ­Ärger hervorrief, der in Gerichtsverfahren mit Entschädigungszahlungen endete.

Da es keine ernsten Einwände gab, stimmten die Gemeindevertreter folglich ohne Ausnahme der Bauleitplanung zu. Zuvor äußerten alle Fraktionssprecher noch ihre Freude über das Projekt. Als „positive Grundeinstellung“ bezeichnete diese Michael Honndorf von den Freien Wählern, die erfreut seien, dass dem Camp wieder Leben eingehaucht werde.

Die Einwände seien mit dem Konzept verträglich und dieses­ passe auch zu Hommertshausen, sagte Christdemokrat Dr. Horst Falk. Zudem sei die Bedingung erfüllt, dass die Gemeinde nicht auf den Kosten sitzenbleibe. Es wäre auch schade gewesen, wenn die Gebäude, die noch in gutem Zustand seien, hätten abgerissen werden müssen und der Waldkindergarten Hommertshausen einen Beziehungspunkt verloren hätte fügte Dr. Falk an.

Er freue sich, dass es jetzt endlich losgehe, bekannte Joachim Ciliox. Der Sozialdemokrat erinnerte daran, dass er es war, der vor anderthalb Jahren den Kontakt zu Hoffmann knüpfte. Er hofft, dass das Projekt von Erfolg gekörnt ist und Hommertshausen in Deutschland und gar europaweit bekannt macht.

von Gianfranco Fain

Beschlüsse

Einstimmig fassten die Dautphetaler Gemeindevertreter am Montagabend folgende Beschlüsse:

  • Die Änderung des Flächennutzungsplanes und den ­Bebauungsplan „Naturschule Camp Lachenwald“.
  • Den Kooperationsvertrag über eine Interkommunale Zusammenarbeit in der Geodateninfrastruktur.
  • Die Umsetzung der ­Ehrenamtspauschale 2016 des Landkreises.
  • Den Forstwirtschaftsplan 2017.

Bei einer Gegenstimme­ und einer Enthaltung wurde ein Prüfer für den Jahresabschluss 2016 der ­Gemeindewerke bestellt.

 
 
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