Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Regen

Navigation:
Großes Interesse an Windpark-Baustelle

Besichtigung Großes Interesse an Windpark-Baustelle

Auf dem Hilsberg entstehen 5 Windkraftanlagen mit einer Nabenhöhe von 135,4 Metern. Eine Gladenbacher Delegation wurde aus erster Hand über das Projekt informiert.

Voriger Artikel
Alte Kunstwerke unter neuem Dach
Nächster Artikel
Lohra befreit sich von Klotz am Bein

Bauamtsleiter Thomas Reuter, hier im Gespräch mit Christiane Becker, erläuterte einer Delegation aus Gladenbach Eckdaten zum Bauprojekt Windpark Hilsberg.Foto: Anita Ruprecht

Bottenhorn . Der Fundamentbau für die 5 Windkraftanlagen ist abgeschlossen. Es wurden rund 680 Kubikmeter Beton und 70 Tonnen Bewehrungsstahl verbaut. Die Fundamenthöhe beträgt 3,1 Meter und der Außendurchmesser der Fundamente beträgt gut 21 Meter, sagte Bauamtsleiter Thomas Reuter. Jedes Windkraftrad hat eine befestigte Vormontagefläche sowie einen Kranstandort. Derzeit lagern auf einer Fläche zwischen Bottenhorn und Steinperf Bauteile für drei Türme. Die letzten 400 Meter werden die Bauteile durch kurzzeitige Sperrung der Kreisstraße per Ampel zu ihrem Bestimmungsort transportiert. Das schwerste Einzelteil wiege 90 Tonnen und ein einzelnes Rotorblatt habe eine Länge von 50,5 Metern, erläuterte Reuter.

Flächen werden renaturiert

Der Aufbau für das Windrad am Standort 1 ist schon 90 Meter hoch, der Spezialkran hat eine Höhe von 100 Metern, jeder Turm erhält einen Aufzug und wird mit 32 Spanndrähten verspannt. Die Vormontageflächen sollen bald nach dem Bau wieder renaturiert werden.

Mitglieder der Windkraftkommission, des Magistrats und der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Gladenbach sowie der Leiter der Bauabteilung Ulrich Weber und Bauhofleiter Otto Klingelhöfer besichtigten den im Bau befindlichen Windpark „Hilsberg“ der Nachbarkommune Bad Endbach. Thomas Reuter, Leiter der Bauabteilung und Betriebsleiter des Eigenbetriebs Kur-Tourismus-Energie Bad Endbach, erläuterte die Arbeiten an der Baustelle.Christiane Becker, die der Windkraftkommission angehört und die in der Gemeindeverwaltung Bad Endbach beschäftigt ist, hatte die Besichtigung organisiert. Zunächst führte Reuter seine Gäste zur Logistikfläche an der Straße von Bottenhorn Richtung Steinperf. Die Fertigbetonbauteile werden mit Schwerlasttransportern von Koblenz nachts angeliefert und auf dieser Fläche zwischengelagert. Dies habe den Vorteil, dass die benötigten Teile zeitgenau zur Baustelle gebracht werden können, sagte Reuter.

Die bauausführende Firma Enercon übergibt die Anlage schlüsselfertig. Reuter ist überzeugt, dass der Windpark im Herbst ans Netz gehen kann.

Die 15-jährige Garantiezeit beinhaltet, dass der Gemeinde den Stromausfall beim Abschalten eines Windrads wegen Wartungsarbeiten ersetzt wird.

Schaden von 20000 Euro

Die Anlage ist für 20 Jahre zugelassen mit der Option, für weitere 5 Jahre eine Genehmigung durch den TÜV zu erhalten. Das höchst gelegene Windrad steht 542 Meter hoch und bei einer Windstärke von 30 Metern pro Sekunde schaltet sich die Anlage automatisch aus. Bisher bekannte Windkräfte, wie beispielsweise der Sturm „Kyrill“ vor einigen Jahren, halte die Anlage aus, erklärte Reuter. Das Interesse an der Anlage sei groß, 5 bis 6 Besuchergruppen habe er schon geführt und weitere seien angemeldet.

Reuter erwähnte, dass auf der Logistikfläche eine Diesel-Sabotage stattgefunden habe, die einen Schaden von 20000 Euro verursacht habe. Auf dem Schaden bleibt die Gemeinde sitzen. Die Baustellen haben Bewegungsmelder und sind videoüberwacht. Sowohl Bewegungsmelder als auch Videokameras seien schon gestohlen worden. Die Baustelle werde von einer Sicherheitsfirma überwacht.

von Anita Ruprecht

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr