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Großes Fest in Diedenshausen

Jubiläum nachgeholt Großes Fest in Diedenshausen

Kleiner Ort, großes Fest: Mehr als 1000 Besucher kamen gestern zum stehenden Festzug nach Diedenshausen. Sie erlebten einen gelungenen Abschluss der nachgeholten 675-Jahr-Feier.

Diedenshausen . Der Gladenbacher Stadtteil zählte am Sonntag weitaus mehr Gäste als Einwohner. Bereits um die Mittagszeit wurde es eng in dem 130-Einwohner-Dorf. Da blieb so manchem Festbesucher nichts anderes übrig, als sein Auto außerorts abzustellen.

Wer an der Ohe parkte, wurde mit lautem Geknatter am Ortseingang empfangen. Dort präsentierte der Diedenshäuser Arne Runzheimer sein „Rasenmäher-Bike“: Ein selbst konstruiertes Motorrad, dessen Herzstück der Motor eines Rasenmäher-Bulldogs ist. „Bonneville Bitch“ hat der Tüftler sein Gefährt liebevoll getauft. Es erwies sich als ein echter Blickfang.

Geknatter ertönte auch von der nur wenige Meter entfernten Wiese, wo der Wittelsbacher Holzkünstler Lars Morneweg eine Figur aus Eichenholz schuf: Ein Erdmännchen, das eine Hacke trägt. „Das ist für eine Baufirma“, erklärte der Hobbykünstler.

In der Ortsmitte demonstrierte der Breidensteiner Wolfgang Meißner ein altes Handwerk, das Dengeln einer Sense. Seine Frau Elfriede sponn Wolle am Spinnrad und Karl-Heinz Müller zeigte, wie früher Besen und Rechen gefertigt wurden - Arbeiten, die insbesondere für so manchen älteren Festbesucher mit Erinnerungen an die eigene Jugend verbunden waren. Kein Wunder, dass bei Sense, Spinnrad und Rechen viele Gespräche in Gang kamen. Viel zu entdecken gab es auch für die Kinder: Etwa im Tierarztmobil von Dr. Corinna Heidrich. Die Tierärztin informierte über ihre Arbeit und verarztete Kuscheltiere: Zum Beispiel den Stoffhasen der kleinen Anna-Lena. „Der hat das Ohr gebrochen“, sagte Anna-Lena. „Ohren können nicht brechen, denn sie sind aus Knorpel“, erklärte die Tierärztin. Doch Anna-Lena blieb bei ihrem Befund. Und die Tierärztin gab nach: „Wenn die Diagnose schon steht, kann der Arzt sich nicht wehren.“

Den schwungvollen Auftakt auf der Aktionsbühne machte die Jazztanzgruppe der SpVgg Wacker Frohnhausen. Die Volkstanzgruppe Gladenbach wusste ebenfalls tänzerisch zu überzeugen. Musikalisch begeisterten der Hinterländer Jägerchor, die „Ohetaler Sängerknaben“, die Kürbismusikanten aus Bellnhausen sowie das Gitarrenduo Jennifer Stein und Natascha Ronzheimer.

Der Diedenshäuser Ortsvorsteher Bernd Schmidt zog im Gespräch mit der OP ein positives Fazit. „Es ist super gelaufen, das Wetter ist gut, wir sind zufrieden.“ Zufriedenstellend seien auch die vorherigen beiden Festtage verlaufen.

Zahlreichen Besuch erhielten die Diedenshäuser aus Wittgenstein. Rund 40 Gäste aus dem Bad Berleburger Stadtteil Diedenshausen feierten mit dem „Namensvetter“. Der Kontakt zwischen beiden Orten besteht schon seit Jahrzehnten.

von Björn-Uwe Klein

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