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Größere Meute jagt den gelben Filzball

Ferien-Camp der Tennisfreunde Lohra Größere Meute jagt den gelben Filzball

Während die Bewohner des Seniorenheims sich von den Kindern zum zweiten Mal zum Tennisspiel animieren ließen, 
betraten einige der in Lohra untergebrachten Flüchtlinge Neuland.

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Die Kinder übten im traditionellen Lohraer Tenniscamp miteinander.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. „Richtig gut“, fand der 10-jährige Tim Daum das Tennis-Camp, ebenso begeistert äußerte sich Jonas Wagner, der das Angebot der Tennisfreunde
 Lohra zum wiederholten Male annahm. Während Jonas das Spielen mit den anderen am meisten schätzt, gefiel Tim die Fahrt zum Freizeitpark Fort Fun am besten.

Die beiden waren unter den 31 Kindern im Alter von 8 bis 16 Jahren, die in der vergangenen Woche am Tenniscamp teilnahmen. „Es werden immer mehr Kinder“, berichtet Helge Uwe Müller nicht ohne Stolz. Der Vorsitzende fügt aber bedauernd an, dass dieses Jahr zum ersten Mal Absagen verschickt wurden.

Vor etwa zehn Jahren seien die Tennisfreunde, der Verein zählt rund 120 Mitglieder, die ersten im Landkreis gewesen, die eine solche Aktion anboten. Ziel war, den Kindern eine sinnvolle Beschäftigung in den Ferien zu bieten und natürlich auch, um welche für den Tennissport und das Vereinsleben zu begeistern.

Gemeinschaft steht im Vordergrund

Das Programm und das Engagement der sechs Vereinsmitglieder, die als Betreuer im Einsatz waren, überzeugt die Teilnehmer. Das liegt wohl auch daran, dass neben dem Training und der Möglichkeit, sich auszutoben, den Kindern in all den Jahren ein wechselndes Programm geboten wurde.

Das Grundgerüst bilden das tägliche Üben mit dem gelben Filzball, ein gemeinsames Mittagessen und auch die Möglichkeit, andere Ballspiele wie Fußball 
oder Hockey zu spielen. Fest dazu zählen Ausflüge zum Aartalsee und zu einem Freizeitpark.

Ein abendliches Grillen mit allen Eltern und Betreuern leitet das Ende mit einem Zeltlager ein. Hierzu präsentieren die Veranstalter immer eine Überraschung. War es in den vergangenen Jahren zum Beispiel ein Jongleur, so gab es an diesem Freitag eine Feuershow zu sehen.

Aber es wird auch gänzlich Neues ausprobiert und die Gemeinschaft gepflegt. Im vergangenen Jahr kamen zum ersten Mal Bewohner des benachbarten Seniorenheimes zu Besuch. „Die waren mit Begeisterung bei der Sache und hatten viel Spaß“, erzählt Müller. Und so animierten die jungen Campteilnehmer auch in diesem 
Jahr wieder einige Senioren zum Ballspielen.

Dieses Jahr luden die Tennisfreunde in Lohra untergebrachte Flüchtlinge zum Schnuppern am Tennisspiel ein. Acht kamen und blieben den ganzen Mittwoch da. Das Tennis-Camp stellt der Verein mit sechs Mitgliedern und den rund 3000 Euro, die Sponsoren aus Lohra und dem Kreisgebiet zur Verfügung stellen, auf die Beine. Für die Kinder ist fast alles, Essen, Getränke, T-Shirt und der Besuch eines Eiscafés inclusive. Nur der Bustransfer zum Freizeitpark muss zusätzlich bezahlt werden.

von Gianfranco Fain

Die jungen Tennisspieler bezogen auch die Besucher aus dem Lohraer Seniorenheim ins Training mit ein. Foto: Gianfranco Fain
 
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