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Gladenbach kauft, saniert und baut

Investitionen Gladenbach kauft, saniert und baut

Die Stadt Gladenbach will investieren. Und sie will schwarze Zahlen schreiben. Die finanzielle Marschrichtung gibt der Haushaltsplan vor, der derzeit in den politischen Gremien diskutiert wird.

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Die Feuerwache in Erdhausen muss erweitert werden.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. Ein Volumen von rund 21 Millionen Euro hat der Etat der Kommune für dieses Jahr. Unterm Strich soll ein Plus von 211.000 Euro stehen. Diese Kalkulation für 2017 legte Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) den Gladenbacher Parlamentariern am 17. November vor. Nun wird der Haushaltplan von den Kommunalpolitikern beraten.

Den Anfang machte am Dienstagabend der Bau- und Planungsausschuss. Große Diskussionen oder Nachfragen gab es nicht. Das Gremium nahm die Ausgaben und Einnahmen unter die Lupe, die sich rund um das Thema Bauen drehen. Viele davon werden in diesem Jahr über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP) von Bund und Land finanziert. Dazu gehören:

Bauhof:
350.000 Euro stehen für den Kauf von neuen Fahrzeugen zur Verfügung. Erst nach erfolgter Ausschreibung steht fest, welche Marken dies sein werden. Voraussetzung ist allerdings, dass die bereits vorhandenen Anbauten und Geräte zum 
 Beispiel für den Winterdienst kompatibel mit den neuen Fahr­zeugen sind.

Sanierung:
Gleich mehrere marode Brücken im Stadtgebiet brauchen eine umfassende Schönheitsoperation. Dazu gehören zwei Zugangsbrücken über den Römerhäuser Bach in Weidenhausen (83.481 Euro) sowie zwei Bauwerke in Mornshausen – das über die Salzböde an der Mappesmühle (200.000 Euro) und jenes über den Mühlgraben bei der Hüttenmühle (47.000 Euro). Die Brücke „Mühle“ in Frohnhausen ist aufgrund ihres schlechten Zustands bereits für den Verkehr gesperrt. Die nötige Reparatur muss zunächst geplant werden, dafür stehen 20.000 Euro im Etat bereit.

Energie:
Die Heizungsanlage 
im Bürgerhaus Mornshausen ist bereits ausgetauscht worden. 23.000 Euro waren hierfür an KIP-Mitteln eingeplant. Am Dorfgemeinschaftshaus Runzhausen muss noch eine Seite der Fassade gedämmt werden – 10.000 Euro soll dies kosten. Für die dringend nötige energetische Sanierung am Haus des Gastes kann die Stadt insgesamt 439.269 Euro ausgeben.

Straßenunterhaltung:
Mit 82.620 Euro sollen einige Löcher in städtischen Verkehrswegen gestopft werden.

 

Weitere größere Investitionen, die nicht über das KIP-Förderprogramm abgewickelt werden, plant die Stadt 2017 in folgenden Bereichen:

Kindergarten:
Es fehlen Betreuungsplätze für Kinder ab drei Jahren. Deshalb soll eine weitere Regelgruppe in der ­Kindertagesstätte „Sonnenschein“ in Erdhausen eingerichtet werden. Für den nötigen Anbau sind 300.000 Euro veranschlagt.

Brandschutz:
Die Feuerwehrabteilungen Erdhausen und Kehlnbach fusionieren. 
Dazu muss die Feuerwache 
Erdhausen erweitert werden. In ­einem ersten Schritt sollen dafür in diesem Jahr 60.000 Euro ausgegeben werden. Weitere 200.000 Euro investiert die Stadt in ein neues Tanklöschfahrzeug mit einem 4000 Liter fassenden Wassertank, das in Gladenbach stationiert werden soll. Der 
„rote Riese“ kostet 400.000 Euro, die Hälfte davon wird über ­einen Zuschuss abgedeckt.

Erschließung:
Das Gewerbe­gebiet „Im tiefen Graben“ in Erdhausen wird am ehemaligen Bahngelände erweitert. 200.000 Euro sind dafür zunächst eingeplant.

Grundstücke:
Durch den Verkauf von Flächen sollen 100.000 Euro in die Stadtkasse fließen. Auf der Ausgabenseite stehen 50.000 Euro für den Kauf von Grundstücken.

Endausbau:
Der steht in 
der Ludwig-Runzheimer-Straße 
in Mornshausen an und soll 280.000 Euro kosten. Einen Großteil davon müssen die Anlieger schultern – 224.000 Euro.

Der Bau- und Planungsausschuss sprach sich einstimmig (sechs Ja-Stimmen, drei Enthaltungen) für den Haushaltsplan aus. Das letzte Wort hat das Stadtparlament, das am 2. Februar tagt.

von Michael Tietz

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