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„Brandschutz ist Pflichtaufgabe“

Jugendfeuerwehr „Brandschutz ist Pflichtaufgabe“

Beim Festkommers zum Jubiläum der Jugendwehren aus Bellnhausen und Runzhausen hat Bellnhausens Wehrführer den anwesenden Politikern ins Gewissen geredet.

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Sind in diesem Jahr zehn Jahre alt oder jung geworden: die Jugendwehren aus Bellnhausen und Runzhausen.

Quelle: Peter Piplies

Gladenbach. Kein einziger Feuerwehrkamerad brauche ein Einsatzauto, einen Rettungsspreizer oder eine neue Pumpe für seinen Hobbykeller, betonte der Chef der Bellnhäuser Wehr, Gerd Happel. Die gesamte Ausrüstung diene einzig und allein dem Schutz der gesamten Bevölkerung in der Stadt Gladenbach, dem Landkreis und dem Land. Als altgedienter Wehrführer müsse er immer wieder aufs Neue politischen Verantwortungsträgern sowie Mitbürgern den Unterschied zwischen einem Feuerwehrverein und der Einsatzabteilung erläutern:

Während der Feuerwehrverein das Dorfleben prägt und ­gesellige Feste organisiert, setzten die Frauen und Männer aus den Einsatzabteilungen ihre Freizeit, ihre Gesundheit und manchmal auch ihr Leben für ihre Mitbürger ein. Daher sei für die ehrenamtlich engagierten Feuerwehrleute völlig unverständlich, warum notwendige Anschaffungen monate- oder jahrelang auf die sprichwörtlich lange Bank geschoben würden.

Gäbe es keine ehrenamtlich Aktiven, müsste allein die Stadt Gladenbach pro Jahr mindestens 6,5 Millionen Euro für den Brandschutz ausgeben, rechnete Happel den Ehrengästen vor. Und um die Zukunft der freiwilligen Retter zu sichern, brauche es eine gute Nachwuchsarbeit in den Jugendwehren. Denn die Nachwuchsgruppen seien das Rückgrat der Freiwilligen Feuerwehren und müssten daher von der Politik noch mehr Unterstützung und Förderung erfahren. „Verzichtet auf eure Sonntagsreden und beschäftigt euch lieber mit der Materie“, appellierte Happel.

Bronzene Schutzhelme als Geschenk

Landrätin Kirsten Fründt (SPD) und Gladenbachs Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) dankten den Jugendleitern, Betreuern und den Jugendlichen aus Belln- und Runzhausen für ihr zehnjähriges ehrenamtliches Engagement seit Neugründung der beiden Nachwuchsgruppen. Die Vertreter der Sparkassenversicherung betonten­ die Einsparung großer Auszahlungen und Versicherungsprämien für die Hausbesitzer durch das ehrenamtliche Engagement der Feuerwehren.

Roland Petri überbrachte den Dank der Stadt Gladenbach und des Parlaments, während Christiane Becker die beiden Geburtstagswehren mit Süßigkeiten für die Pausen während der Übungen versorgte. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor ­Alexander Wagner betonte­ auch den gesellschaftlichen ­Aspekt der Nachwuchswehren. Dort würden nicht nur qualifizierte Nachwuchskräfte für die aktive Wehr ausgebildet, sondern ebenso die Gemeinschaft und das ­ehrenamtliche Engagement gefördert. „Getreu dem Motto ,Stillstand ist Rückstand‘ sind die Jugendwehren Garant für den Fortschritt in der Feuerwehr,“ betonte Wagner.

Zum Abschluss der Feier überreichte Stadtjugendwart Robert­ Scheler den Jugendwarten aus Bellnhausen und Runzhausen,­ Sören Leinweber und Anna ­Katharina Heck, zwei bronzene Schutzhelme als Symbol für das zehnjährige Bestehen.

von Peter Piplies

Mehr zum Jubiläum der Jugendfeuerwehren lesen Sie hier.
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