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Finanzierung für „Café Fair“ gesichert

Weltladen in Gladenbach Finanzierung für „Café Fair“ gesichert

Der Weltladen in Gladenbach soll um ein Café erweitert werden. Wenn ­alles nach Plan läuft, können ab Dezember die ersten Gäste fair gehandelten Kaffee in der Marktstraße 11 genießen.

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Ab Dezember soll das „Café Fair“ Gäste mit fair gehandeltem Kaffee und Kakao begrüßen. Zur ­Namensgebung im Rohbau trafen sich Weltladenmitarbeiter, neue Helfer für das Café sowie die ­Siegerin des Namenswettbewerbes, Erika Schlag (Fünfte von links).

Quelle: Peter Piplies

Gladenbach. Die Erweiterung des Weltladens um ein Café war bereits nach dem Umzug in die neuen Räume ein Ziel. Zwar waren die nötigen Räumlichkeiten vorhanden, doch es fehlte­ sowohl am Geld als auch an ­ehrenamtlichen Helfern für den Betrieb des Cafés.

Nun präsentierten das Weltladen-Team und Pfarrer Klaus Neumeister als Vorsitzender des Kirchenvorstandes der evangelischen Kirchengemeinde Gladenbach – Träger des Weltladens – eine Finanzierung und zehn neue Helfer.

Einen Großteil der Umbaukosten werden durch Mittel des europäischen Leader-Programms gedeckt. Die EU-Gelder sollen strukturschwache Gebiete in ländlichen Räumen unterstützen und Projekte mit sozialen und gemeinwohl-orientierten Ideen finanzieren.

Überdies gibt es Zuschüsse­ vom evangelischen Dekanat Biedenkopf-Gladenbach, dem Zentrum Ökumene der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), dem Diakonieverein Gladenbach sowie der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. Im künftigen Gladenbacher Weltladen-Café sollen nicht nur fairer Kaffee und Kakao ausgeschenkt werden. Daneben sind Bildungsangebote für Schüler und Jugendliche zum Thema Entwicklungspolitik geplant.

64 Namensvorschläge eingereicht

In den renovierten Räumen können sich zukünftig die Weltladen-Mitarbeiter treffen und austauschen. Aber auch für öffentliche Vorträge über Themen und Entwicklungen in den Ländern der Dritten Welt wird im neuen Café Platz sein.

Vor Beginn des Innenausbaus wurde über den Namen des zukünftigen Weltladen-Cafés beraten. Daraus machten die Organisatoren einen Wettbewerb, für den 64 Vorschläge eingingen. In einigen Diskussionen und Abstimmungen wurde schließlich ein Name beschlossen – wobei nicht bekannt war, wer welchen Vorschlag eingebracht hatte.

Das Ergebnis: „Café Fair“ soll es heißen. Der Namensvorschlag stammt von Erika Schlag, der Vermieterin und Unterstützerin des Weltladenprojektes in Gladenbach.
Während nach der Sicherung der Finanzierung nun also mit dem Innenausbau begonnen werden kann, müssen die Organisatoren für die Umgestaltung der Fassade noch auf eine Baugenehmigung warten. Damit der Innenraum freundlich und lichtdurchflutet wirkt, sollen die alten Fenster zur Außenterrasse durch bodenhohe Fenster und Türen ersetzt werden.

  • Wer an dem Projekt mitarbeiten möchte – als Bauhelfer oder regelmäßig im „Café­ Fair“ – kann sich im Weltladen melden oder telefonisch bei den Koordinatorinnen Carmen Müller, 0157/5035-3312, oder bei Elke Schwonke-Koerner, 0176/5437-2528.

von Peter Piplies

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