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"Weidenhausen ist meine Heimat"

Dokumentation "Weidenhausen ist meine Heimat"

Edip Aydin hat gefilmt und geschnitten. Auf besseres Wetter gewartet - und wieder gefilmt und geschnitten. Mehr als 120 Stunden Arbeit stecken in seinem neuen Video: "Meine Heimat".

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Konzentriert und mit Spaß bei der Arbeit: Hobbyfilmer Edip Aydin hat ein 17 Minuten langes Video über seinen Heimatort erstellt.

Quelle: Michael Tietz

Weidenhausen. Foto- und Videokamera sind schon fast seine Markenzeichen. Und hat er seine Ausrüstung einmal nicht dabei, greift er flugs zum Handy, um ein besonderes Ereignis oder einen lustigen Moment im Bild festzuhalten. Edip Aydin ist begeisterter Hobbyfilmer. Für Familie, Freunde, Bekannte und auch Vereine dokumentiert er gerne Feiern und Veranstaltungen.

„Es macht mir einfach Spaß - und wenn dann noch andere eine Freude an meinen Filmen und Fotos haben, ist das umso schöner“, erzählt der Weidenhäuser. So ist er auch regelmäßig für den VfL und den Turnverein Weidenhausen mit Kameras im Einsatz. Diese beiden Vereine liegen ihm besonders am Herzen. Bei den Fußballern kickt der passionierte Torwart selbst mit, im Turnverein engagierte er sich mehrere Jahre im Vorstand.

Aber auch an anderen Stellen in Weidenhausen begleitet Edip Aydin das gesellschaftliche und gesellige Leben seit Jahrzehnten fotografisch und filmisch. So half er als Chronist bei Feuerwehr, Heimatverein, Türkisch-Islamischer Gemeinde, Schwimmbadfreunden oder Adolph-Diesterweg-Schule mit. Bei der 675-Jahr-Feier seines Ortes 2011 war er ebenfalls aktiv. Einige Naturaufnahmen von ihm sind außerdem im „Hinterländer Anzeiger“ veröffentlicht worden.

Weidenhäuser mit Leib und Seele

Mit „Leib und Seele“ sei er Weidenhäuser, betont der 53-Jährige, „dies ist meine Heimat“. Aufgewachsen ist er in Kirsehir in Zentralanatolien, 156 Kilometer südöstlich der türkischen Hauptstadt Ankara. Im Alter von 15 Jahren kam Edip Aydin nach Deutschland. Der zweifache Familienvater arbeitet seit 1981 bei der Firma Weso; in Weidenhausen fühle er sich „pudelwohl und integriert“, erzählt er mit einem Schmunzeln.

Und genau deshalb hat er jetzt einen Film über den Ort fertiggestellt. Die Idee habe er schon länger mit sich herumgetragen. Im Spätsommer 2016 machte sich Edip Aydin schließlich ans Werk. Zunächst schrieb er eine Liste mit möglichen Drehorten im Dorf. „Weidenhausen hat so viel zu bieten, alles kann man gar nicht in einem Clip zeigen“, erklärt er.

Allzu lang sollte der Film denn auch nicht werden. Diesen will Aydin einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen und nutzt deshalb das Videoportal YouTube für die Veröffentlichung. Dort hat er auch schon andere Filme gepostet.

Etwa zweieinhalb Stunden Filmmaterial, so schätzt der Weidenhäuser, sind zusammengekommen. Die letzten Sequenzen nahm er erst kürzlich auf.

Doch mit dem Filmen allein ist es längst nicht getan.

120 Stunden Arbeit für 17 Minuten Film

„Anschauen, schneiden, wieder anschauen - da steckt viel Zeit drin“, erzählt Edip Aydin. Diesen Aufwand nehme er jedoch gerne in Kauf.

Mehr als 120 Stunden Arbeit investierte er für das 17:16 Minuten lange Video. Dieses beginnt mit einem imposanten Panoramablick auf Weidenhausen. Für die Luftaufnahmen lieh sich Edip Aydin die Drohne eines Freundes aus.

Musikalisch unterlegt sind die ersten Minuten mit dem Lied „Im schönsten Hinterland liegt Weidenhausen“ von Mike Stigler. Das Video soll auch beim Weidenhäuser Dorffest am 2.September gezeigt werden. Vorgestellt werden Vereine wie der VfL, der TV und die Feuerwehr, ebenso Einrichtungen wie der Kindergarten, die beiden Schulen, das Freibad und die Freizeit- und Bildungsstätte. Außenaufnahmen gibt es auch von Geschäften, Arztpraxen und Gaststätten zu sehen.

Gelungen ist der Schwenk von der alten auf die neue evangelische Kirche. Viele Eindrücke vermittelt der Film zudem vom Regionalmuseum „Hinz Hoob“. Aufgelockert wird das Ganze mit Naturaufnahmen sowie zum Abschluss mit Winterimpressionen.

Mit dem Zitat des deutschen Schriftstellers Hermann Stehr (1864-1940) „Wer in seinem Herzen daheim ist, dem erscheinen alle Orte auf der Erde geeignet“ endet der Film. Im Abspann taucht der kleine Hinweis „Teil1“ auf. Denn: „Es gibt schon Ideen für einen zweiten Teil“, verrät Edip Aydin. Erste positive Rückmeldungen aus dem Dorf sowie auch aus der Gladenbacher Partnerstadt Londerzeel (Belgien) hat er bereits bekommen. Dieser Tage zeigte Edip Aydin das Video dann auch den Vereinsvertretern, die derzeit das Weidenhäuser Dorffest vorbereiten. Das wird am 2.September stattfinden - und dort soll dann ebenfalls der Film gezeigt werden.

von Michael Tietz

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