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Mal verletzlich, mal stark und uralt

Fotoausstellung Mal verletzlich, mal stark und uralt

Anmutig können sie sein, fantasievoll, verletzlich oder stark und uralt – Bäume haben viele 
Facetten. Spektakuläre Baumfotos sind noch bis September in der Fotoausstellung „Zeitgeformt“ 
zu sehen.

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Monja Niebergall und Karl Heinz Schlierbach zeigen in ihrer gemeinsamen Ausstellung auf unterschiedliche Weise beeindruckende Bäume Europas.

Quelle: Jennifer Stein

Gladenbach. Die Fotografen­ Monja Niebergall und Karl Heinz Schlierbach, beide aus Gladenbach, zeigen ihre Werke im Verdi-Bildungszentrum. Für die musikalische Untermalung der Vernissage sorgte Kirchenmusikdirektor und Dekanatskantor Burghardt Zitzmann.

„Ich habe mich von den Bildern inspirieren lassen und möchte sie musikalisch mit auf eine Reise in europäische Länder nehmen“, erklärte der Musiker zu Beginn. Mit drei frei gespielten Stücken stimmte er die Besucher auf die Fotoausstellung ein.

Mit der Ausstellung „Zeitgeformt“, die in einem gemeinsamen, mehrjährigen Fotoprojekt entstand, möchten die Fotografen auf die vielen noch in Deutschland und Europa anzutreffenden Baumveteranen aufmerksam machen, deren Lebenszeit sich in mehreren Menschengenerationen zählen lässt.Die Modelle aus Deutschland, Irland und Schweden sind dabei bis zu 1000 Jahre alt.

Mystische Stimmung mit „Feenstaub“

„Unser Ziel war es, nicht nur alte Bäume zu fotografieren, sondern darzustellen, wie unsere Nationalparks in einigen Jahrhunderten aussehen können. Somit wollten wir eine Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft schlagen”, sagte Fotograf Karl Heinz Schlierbach. Er wählte für seine Fotografien die Schwarz-Weiß-Darstellung und hob so besonders die Formen und Strukturen der alten Buchen und Eichen hervor. „So kann man besonders gut die Charaktereigenschaften und die Seele der Bäume erkennen“, betonte Schlierbach.

Eine ganz andere Darstellungsform wählte Monja Niebergall. Sie nutzte die Farbfotografie, um eine märchenhafte und mystische Stimmung einzufangen und setzte so Sonnenuntergänge, Blüten und die Farbe der Blätter in den Fokus.

Die märchenhafte Stimmung wird unter anderem in dem Foto „Im Feenstaub“ deutlich. In den Blättern einer alten, schwedischen Trolleiche spielt das Licht der Sonne, und kleine ­Reflexionen des Sonnenlichts in der Luft erinnern an Feenstaub.

Ausstellung bietet „Aha-Momente“

Auch Schlierbach hat diese­ ­Eiche auf seinen Reisen fotografieren können und setzte ­dazu eine Infrarot-Technik ein. Durch das Infrarotlicht, das der Mensch normalerweise nicht sieht, bekommen die Blätter der Eiche eine andere Struktur und das Bild eine neue Wirkung.

Beide Fotografen berichteten von vielen „Aha-Momenten“ und beeindruckenden Erlebnissen auf ihren Reisen durch deutsche und europäische Wälder. In sich gewundene Stämme, vom Blitz verwundete Bäume und riesige Alleen haben es vor die Linse der Gladenbacher Fotografen geschafft. Nun hängen diese Fotografien im Verdi-Bildungszentrum und können „ihre Geschichten erzählen“.

Die Fotoausstellung „Zeitgeformt“ von Monja Niebergall und Karl Heinz Schlierbach läuft bis zum 29. September im Verdi-Bildungszentrum in Gladenbach (Schlossallee 33). Geöffnet ist sie von Montag bis Donnerstag jeweils von 9 bis 18 Uhr und am Freitag von 9 bis 13 Uhr. Der Besuch am Wochenende ist nach Absprache unter Telefon 06462/91800 möglich. Der Eintritt ist frei.

von Jennifer Stein

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