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Strom zapfen mitten in der City

Elektro-Autos Strom zapfen mitten in der City

Im Hinterland gibt es eine Reihe von öffentlichen Ladestationen für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Was fehlt sind Autos, die dort „tanken“.

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Bisher kennen nur Insider den Standort der neuen Elektro-Ladestation an der Teichstraße. Gleichwohl lud dort ­am Dienstag ein Elektroauto-Besitzer die Batterie seines Fahrzeugs auf.

Quelle: Hartmut Berge

Gladenbach. In einer Reihe von Gemeinden des Hinterlandes gibt es Ladestationen. In Gladenbach stand die Ladesäule bis vor kurzem auf dem städtischen Parkplatz gegenüber dem Haus des Gastes, in Dautphe gibt es eine Station unterhalb des Rathauses auf dem Lidl-Parkplatz und in Bad Endbach auf dem Parkplatz 
der Lahn-Dill-Bergland-Therme.

Sechs Jahre lang stand in Gladenbach die Elektrotankstelle auf einem städtischen Gelände in der Karl-Waldschmidt-Straße, dem geschotterten Parkplatz gegenüber dem Haus des Gastes. Nach einem Beschluss des Magistrats war seinerzeit mit dem Energieversorger Eon Mitte ein Kauf- und Dienstleistungsvertrag für die Säule geschlossen worden. 7800 Euro kostete die „Tankstelle“.

Der damalige Bürgermeister war zuversichtlich, dass die Investitionssumme komplett aus einem Förderprogramm des Energieversorgers finanziert werden kann und somit den Haushalt der Stadt nicht belastet. So kam es auch. Die Stadt musste nicht draufzahlen. Genutzt werden konnte die Ladestation von allen Besitzern von Elektrofahrzeugen. Geladen wurde bargeldlos mit einer Chip-Karte. Strom getankt wurde freilich nur selten.

Ladestation ist noch unscheinbar

Gleichwohl kam es dabei recht oft zu technischen Problemen. Die wollte die EAM, mittlerweile wieder Stromversorger der Stadt Gladenbach, aus dem Weg räumen. Also entschloss man sich, in eine moderne und weniger anfällige Ladestation zu investieren und den Standort zu wechseln. Seit neuestem kann man mitten in der City Strom laden und zwar auf der „Innenstadtinsel“, dem Parkplatz auf dem „Platz am alten Amtshaus“.

Die recht unscheinbare Ladestation an der Teichstraße ist bisher nicht als solche gekennzeichnet und wird von wenigen Insidern angefahren. Sie kann mit Chipkarte genutzt werden und bietet die gängigen Anschlüsse. Demnächst werde sie offiziell ihrer Bestimmung übergeben, kündigte Bürgermeister Peter Kremer an.

Wer sich mit Pkws mit Elektroantrieb im Straßenverkehr bewegt, der muss nach wie vor den Ladestand seiner Batterie genau im Auge behalten. Denn es mangelt an „Zapfsäulen“ und einer brauchbaren Übersicht über alle vorhandenen Ladestationen.

von Hartmut Berge

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