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Feuerwehr muss sich noch gedulden

Stadtparlament Gladenbach Feuerwehr muss sich noch gedulden

Während der Beschluss des Feuerwehr-Planes in den Mai verschoben wird, soll es mit den Flächennutzungs- und Bebauungsplänen für die alte Bahntrasse vorangehen.

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Soll an einigen Stellschrauben des Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Gladenbacher Feuerwehren noch gedreht werden? Die 
SPD-Fraktion der Stadtverordnetenversammlung hat noch Beratungsbedarf und will auch mit dem Stadtbrandinspektor ein 
Gespräch führen.

Quelle: Michael Hoffsteter

Gladenbach. Der Entwurf des erneuerten Bedarfs- und Entwicklungsplanes der Gladenbacher Feuerwehren umfasst 126 Seiten. Die darin enthaltenen Anregungen sollen die Leistungsfähigkeit der Freiwilligen Feuerwehren im Stadtgebiet 
 sicherstellen und notwendige Verbesserungen der Ausrüstungen zeitlich darstellen.

Bei dem jetzt den Parlamentariern vorliegenden Werk handelt es sich um eine Fortschreibung des ersten Planes aus dem Jahr 2004. Dieser sollte alle zehn Jahre aktualisiert werden, dementsprechend drückten einige Stadtverordneten aufs Tempo. 
Überraschend für die CDU-Fraktion kam deshalb am Dienstagabend im Haupt- und Finanzausschuss eine Bremse der SPD-Fraktion, der sich FW und Grüne anschlossen.

Roland Petri stellte für die SPD den Antrag, über den Bedarfsplan weder zu beraten noch zu entscheiden und ihn auch von der Tagesordnung der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung an diesem Donnerstag, 30. März, zu nehmen. Es gebe noch Beratungsbedarf, begründete der Sozialdemokrat den Antrag. Die SPD wolle, wie es die CDU bereits getan habe, noch mit dem Stadtbrandinspektor über den Plan sprechen und lade dazu auch die Grünen und die Freien Wähler ein.

Petri verwahrte sich auch gegen den Vorwurf, das Verfahren in die Länge zu ziehen: „Der Bedarfsplan hat jetzt schon Jahre gebrütet, da kommt es auf ein paar Wochen nicht an.“ Außerdem müsse das Werk noch Korrektur gelesen werden „So kann das nicht raus“, sagte Petri. Schließlich einigte man sich darauf, dass der Feuerwehr Bedarfs- und Entwicklungsplan bei der Stadtverordnetenversammlung am 18. Mai verabschiedet werden soll.

„Land in Sicht“ für 
Grundstücksinteressenten

Weitere wichtige Punkte, über die die Stadtverordneten zu entscheiden haben, sollen die 
Nutzung des ehemaligen Bahngeländes voranbringen. Dazu sind die Änderungen der Flächennutzungspläne für den Bereich der „Bahnstrecke Erdhausen/Mornshausen“ sowie das „Bahnhofsgelände“ und die Aufstellung eines Bebauungsplanes für den Bereich „Bahnhofsgelände/WESO-Werksgelände“ erforderlich.

Ziel ist, den aktualisierten Flächennutzungsplan für das Gebiet in Erdhausen und Mornshausen nach erneuter öffentlicher Auslage im Sommer zu beschließen. Zum Ende dieses Jahres soll dies mit dem neuen Bebauungs- und Flächennutzungsplan für das Werksgelände der Firma Weso und das benachbarte Areal am Gladenbacher Bahnhof geschehen.

Die Stadt kaufte 2011 das Gelände der ehemaligen Aar-Salzböde-Bahn und lässt es seit Ende 2012 von einem Planungsbüro überarbeiten, damit es Firmen und Bürgern zur Erweiterung ihrer Grundstücke angeboten werden kann. Unter anderem wollen die Firma Zimmermann Formen- und Werkzeugbau das Werksgelände für mehr Stellflächen erweitern und die Zufahrt für Lastwagen vergrößern. Die angrenzende Firma Berning will eine Produktionshalle bauen, die zum Teil auf dem ehemaligen Bahngelände errichtet würde.

Wichtig für die Grundstücksinteressenten ist, dass Untersuchungen des Bodens ergeben haben, dass keine Schadstoffbelastung durch die ehemalige Bahnnutzung vorliegt.

  • Die Stadtverordnetenversammlung beginnt diesen Donnerstag um 19 Uhr im Haus des Gastes in Gladenbach. Auf der Tagesordnung stehen neben der Änderung der Flächennutzungs- und Bebauungspläne außerdem noch eine Änderung des Gestattungsvertrages ,,zur Nutzung von Grundstücken für den Windpark Rachelshausen sowie die auch in anderen Gemeindevertretungen vorliegende Optimierung der Struktur der EAM Sammel- und Vorschaltgesellschaften“. Ferner könnten noch zwei Anträge auf die Tagesordnung kommen: Die SPD möchte den Magistrat beauftragen, in der Kernstadt als Pilotprojekt freilufttaugliche Trainingsgeräte aufzustellen, und alle Fraktionen wollen in den kommenden Jahren eine Liste der Ortsbeirats-Forderungen für die Haushalte erhalten.

von Gianfranco Fain

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