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Ein Fördertopf, zwei Sanierungsobjekte

KIP für Gladenbach Ein Fördertopf, zwei Sanierungsobjekte

Sanierung Haus des Gastes oder Ringstraße 32? Das ist die Frage. Die Fördermittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm sind zugesagt, welches Projekt den Zuschlag kriegt, liegt bei
den Parlamentariern.

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Derzeit wird ein Sanierungsgutachten für das Haus des Gastes (oben) erstellt, das Investitionsvolumen für die Ringstraße 32 hat ein Fachbüro bereits ermittelt.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. Vor fast genau einem Jahr befassten sich Gladenbachs Stadtverordnete bereits intensiv mit der Verwendung des Geldsegens von Bund und Land aus dem Fördertopf Kommunales Investitionsprogramm (KIP). Knapp 440.000 Euro stehen der Hinterlandkommune für die energetische Sanierung zur Verfügung.

Zurzeit geplant ist die Sanierung des Haus des Gastes. Wie Bürgermeister Peter Kremer (parteilos) in der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses erklärte, soll ein Gutachten den Sanierungsbedarf ermitteln. Wenn dies vorliegt, diene es als Entscheidungsgrundlage. Es sei aber durchaus eine Option, das Geld aus dem Fördertopf an anderer Stelle einzusetzen. Zur Diskussion stand und steht die Sanierung des Wohn- und Geschäftshauses Ringstraße 32, das sich im Besitz der Stadt Gladenbach befindet.

Um es energetisch zu sanieren, kalkuliert die Stadt mit einem Betrag von 400.000 Euro. Bauamtsleiter Ulrich Weber sprach vor einem Jahr davon, dass es wahrscheinlich wirtschaftlicher sei, das Haus abzureißen und einen Neubau zu errichten. Das Haus sei nicht mehr zeitgemäß für Gewerbetreibende, und die Rede war von einer nicht mehr zu vermarktenden Raumaufteilung. Weber geht davon aus, dass für das Objekt ein Gesamtkonzept benötigt wird, da der Einbau einer neuen Heizung nicht ausreicht, um das Haus wieder in einen guten Zustand zu versetzen.

Parlament hat das letzte Wort

Klaus-Dieter Knierim (FW) erinnerte während der Haushaltsdebatte daran, dass ein Besichtigungstermin in der Ringstraße 32 stattgefunden hat und dass der Magistrat geneigt sei, das Wohn- und Geschäftshaus zu verkaufen. Es gibt im Parlament aber durchaus Stimmen, die dies anders sehen und die sich für die Sanierung aussprechen. Knierim rief den Stadtverordneten die nicht unerheblichen Mieteinnahmen ins Gedächtnis. Allerdings seien die Mieter mittlerweile verunsichert, weil die Zukunft des Hauses ungewiss scheint. Auch sei der Leerstand noch nicht kompensiert. Letzteres mindere die Mieteinnahmen der Stadt.

Kremer bestätigte, dass das Investitionsvolumen für die Ringstraße 32 vorliegt. Doch eine Sanierung gestalte sich schwierig, wenn das Gebäude noch bewohnt ist. Das sei auch der Grund für den Leerstand. Erst müsse das Parlament entscheiden, wofür die KIP-Mittel verwendet werden sollen. Dies könne erfolgen, sobald alle Zahlen auf dem Tisch liegen: für die Sanierung des Haus des Gastes und die Sanierung der Ringstraße 32.

Eine Entscheidung darüber sei eminent wichtig für die Stadtentwicklung, hatte auch Stadtverordnetenvorsteher Roland Petri (SPD) in Diskussion eingebracht. Die zugesagten KIP-Mittel sind laut Kremer ausschließlich für eine energetische Verbesserung einzusetzen. Was letztlich mit dem Geld gemacht werden soll, liege in den Händen der Stadtverordneten.

von Silke Pfeifer-Sternke

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