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Stadt Gladenbach bereitet sich vor

AfD-Vortragsabend Stadt Gladenbach bereitet sich vor

Frauke Petry kommt am 31. März nach Gladenbach. Nach Bekanntwerden dieser OP-Meldung folgten in den sozialen Netzwerken heftige 
Reaktionen.

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Die AfD-Bundesvorsitzende Frauke Petry soll am Freitag, 31. März, im Gladenbacher Haus des Gastes bei einer Veranstaltung des Kreisverbandes sprechen. Dieses Bild entstand beim politischen Aschermittwoch in Osterhofen.

Quelle: Armin Weigel

Gladenbach. „Da nun mit einem größeren Publikumsansturm zu rechnen ist, müssen wir uns natürlich darauf vorbereiten“, sagte Bürgermeister Peter Kremer am Donnerstag. Am Mittwochabend hatte die OP das parteilose Gladenbacher Stadtoberhaupt mit der Mitteilung überrascht, dass die AfD-Vorsitzende Frauke Petry am Freitag, 31. März, abends im Haus des Gastes erwartet wird.

Kaum war die Meldung über das Online-Portal der OP und die sozialen Medien verbreitet, folgten schon die ersten Aufrufe, die Versammlung der AfD zu stören. Kremer geht davon aus, dass dies versucht wird. Deshalb würden Vertreter des Ordnungsamtes und der Polizei Vorkehrungen treffen. Allerdings lag dem Ordnungsamt bis am Donnerstagnachmittag keine Anmeldung einer Demonstration vor.

Für Kremer ist klar, dass die AfD eine demokratisch legitimierte Partei ist, die deshalb wie alle anderen zu behandeln ist. Dennoch gab es schon um das Mieten des großen Saals im Haus des Gastes ein rechtliches Gerangel. Das beschreibt Kremer folgendermaßen: Die Stadt wollte im Haus des Gastes noch vor Beginn der durchgängigen Belegungszeit an einem Wochenende Sanierungsarbeiten erledigen lassen.

AfD erwirkte Gerichtsbeschluss

Darüber waren die Mitarbeiter der SEB – die Stadtmarketing-Energie-Bäder ist für die Vermietung des Hauses zuständig – aber noch nicht informiert, als sie am Telefon einem Interessenten die Auskunft gaben, dass der Saal am 31. März noch zu vergeben sei. Als dieses Datum für die Arbeiten am Parkett festgelegt war, traf das ausgefüllte Formular zur Anmietung des Saales ein, aus dem hervorging, dass der AfD-Kreisverband einen Vortragsabend mit Diskussion veranstalten wolle.

Wegen der beabsichtigten Sanierungsarbeiten erhielt der AfD-Kreisverband laut Kremer „eine Absage aus internen Gründen“. Kurz darauf erreichte die Stadtverwaltung ein Schreiben des Verwaltungsgerichts Gießen. Die AfD hatte über einen Anwalt eine einstweilige Anordnung erlangt, derzufolge das Haus des Gastes dem AfD-Kreisverband zur Verfügung zu stellen sei. „Was wir auch gemacht haben“, sagt Kremer, der sich etwas verwundert über die Vorgehensweise äußert.

Die Stadt Gladenbach habe nach Angaben von Ulrike Markerts versucht, den Petry-Auftritt zu verhindern. Laut der Vize-Kreisvorsitzenden hielt das Verbot aber rechtlichen Schritten der AfD nicht stand. Petry soll am Freitag, 31. März, um 18.30 Uhr im Haus des Gastes sprechen.

Wie die OP berichtete, waren laut AfD-Kreisverband als Veranstaltungsorte auch Marburg, Cölbe, Stadtallendorf und Biedenkopf im Gespräch. Neben Absagen mehrerer Gemeinden habe vor allem die Sorge um die Sicherheit von Frauke Petry und der Besucher den Ausschlag gegeben, die Wahlkampfveranstaltung nicht in Marburg auszurichten. Dort protestierten vor rund drei Jahren beim Auftritt von AfD-Gründer Bernd Lucke im Softwarecenter mehr als Hundert Demonstranten, wobei es einige Rangeleien gab.

von Gianfranco Fain

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