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Sanierungskonzepte liegen im Juni vor

Stadtparlament Gladenbach Sanierungskonzepte liegen im Juni vor

Im Juni soll in den Gremien darüber beraten werden, ob mit KIP-Mitteln die Ringstraße 32 oder das Haus des Gastes energetisch saniert wird.

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Das Sanierungskonzept für das Haus des Gastes war aufwändiger und soll bis spätestens diesen Mittwoch vorliegen.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. An der Frage, ob in das Mehrfamilienhaus und Geschäftsgebäude Ringstraße­ 32, das sich im Eigentum der Stadt befindet, oder in das Haus des Gastes Geld fließen soll, scheideten sich bereits bei den anfänglichen Diskussionen über die Verwendung der KIP-Mittel von Bund und Land die Geister. Jüngst riefen die Freien Wähler mit einer Anfrage das Thema wieder ins Gedächtnis. Eine Anfrage sollte vorab Klärung bringen, da bereits im August 2016 der Verkauf der Ringstraße 32 in Aussicht stand. Bei einer Besichtigung kamen unter den Stadtverordneten allerdings Zweifel auf. ­Daraufhin geriet dieses Vorhaben ins Stocken.

Den Freien Wählern liegt das Gebäude vor allem deshalb am Herzen, weil es sich in exponierter ­Lage in der Kernstadt und direkt gegenüber dem Rathaus befindet. „Die Zukunft des Hauses sollte uns ein besonderes Anliegen sein“, begründete Klaus-Dieter Knierim, stellvertretender FW-Vorsitzender, die Anfrage. Über Monate hinweg nehme man einen gewissen Leerstand, sowohl bei privaten Mietern als auch bei Gewerbetreibende in Kauf und unternehme keinerlei Anstrengungen, um diesen zu beseitigen.

Halbe Million steht zur Verfügung

Bürgermeister Kremer erläuterte, dass derzeit nur die Wohnung im 1. Obergeschoss leer steht. Die Räume der ehemaligen Postfiliale im Erdgeschoss nutzt vorübergehend die Flüchtlingshilfe Gladenbach. Das Sanierungskonzept für die Ringstraße 32 liegt bereits seit September 2016 vor, das vom Haus des Gastes soll eigentlich bis spätestens an diesem Mittwoch fertig sein. Die Erstellung hat nach Angaben von Bürgermeister Kremer länger gedauert, da das Konzept erheblich umfangreicher ist. Im Juni sollen beide Konzepte zur Diskussion und Beratung vorgelegt werden, ­
 damit der Magistrat eine neue ­Beschlusslage erarbeiten kann.

Zu den Kosten, die in der Ringstraße 32 anfallen würden, wollte Kremer noch keine Angaben machen. Er teilte den Stadtverordneten mit, dass es weder sinnvoll noch zielführend sei, die Kosten zu nennen, ohne dass das Sanierungskonzept vorgestellt worden ist. Auch die Frage der Freien Wähler nach vordringlichen und nicht aufschiebbaren Sanierungsarbeiten am Gebäude beantwortet Kremer noch nicht.

Zur Verfügung stehen knapp 550.000 Euro. Dieses Geld darf ausschließlich für energetische Sanierungsprojekte verwendet­ werden. Weitere Anfragen zu Fördermöglichkeiten hat die Stadt nicht gestartet, da sie sich noch unter dem Schutzschirm des Landes Hessen befindet. Kürzlich hatte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer aber im Rathaus signalisiert, dass eine Entlassung aus dem Schutzschirm bald zu erwarten ist.

von Silke Pfeifer-Sternke

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