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Salzböderadweg wird zum Zankapfel

Haushalt Gladenbach Salzböderadweg wird zum Zankapfel

Der Parlamentszwist um den Salzböderadweg, die Feuerwache in Erdhausen und den Lokschuppen ist noch nicht beigelegt. Die Sozialdemokraten melden sich nach der Kritik der CDU zu Wort.

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Der Schotter auf dem Salzböderadweg ab dem Kornhaus Richtung Lohra soll nach dem Willen von SPD und FW Asphalt weichen.

Quelle: Silke Pfeifer-Sternke

Gladenbach. SPD-Fraktionsvorsitzender Markus Wege stellt klar, dass der Zustand eines Teilstücks des Salzböderadwegs auf Gladenbacher Gemarkung eher schlecht als recht ist. Zeit also, das Geld nicht wie die Jahre zuvor durch das Aufbringen von neuem Schotter „zum Fenster rauszuwerfen“.

Ihn, Harry Walther, Jörg Ruppert, Stadtrat Armin Becker und Brunhilde Becker beschäftigte am Montagabend die von der CDU öffentlich geäußerte Kritik zum Abstimmungsverhalten der Sozialdemokraten nach der Haushaltsdebatte ( die OP berichtete).

„Bereits im Haushalt 2014 war das Projekt Salzböderadweg schon drin, musste aber wegen des Spardiktats unter dem Schutzschirm rausfliegen“, sagt Wege. Die SPD-Auffassung zum schlechten Zustand wird gestützt von einer Beschwerde, die dem Stadtverordnetenvorsteher Roland Petri (SPD) per Brief zuging. Darin wird erläutert, dass der geschotterte Weg bei der Aktion „Radfahren für Mali“ für die Teilnehmer eine Gefahr dargestellt hat. Deshalb sei es notwendig zu handeln. Das Argument, dass die im Haushalt eingestellten 100.000 Euro nicht ausreichen für das gesamte Wegstück, das auch als Wirtschaftsweg genutzt wird, entkräftet Wege mit den Worten: „Irgendwo muss angefangen werden.“

Wege: gutes Recht, Vorschläge zu unterbreiten

Die für den Radweg vorgesehen finanziellen Mittel haben SPD und FW aus dem Haushaltsansatz für das geplante Erweiterungprojekt von Weso gestrichen und handelten sich damit den Vorwurf der CDU ein, die Erweiterung des Gewerbebetriebes zu behindern, da das Geld für den Abriss des Lokschuppens dringend benötigt wird. „Wir sind die ersten, die das Geld für das Projekt zur Verfügung stellen“, sagt Wege. Doch noch sei gar nicht sicher, ob es 2017 überhaupt umgesetzt werden kann. Derzeit laufen nach seiner Kenntnis noch die Verhandlungen.

Fakt sei, dass die Stadt Gladenbach durch die Umschichtung keine neuen Schulden macht. Für Wege ein Novum, das er in seiner zwölfjährigen Laufbahn als Stadtverordneter zum ersten Mal erlebt. Zum geplanten Bau der Feuerwache in Erdhausen machte die SPD deutlich, dass ihr Abstimmungsverhalten den Magistrat überhaupt erst handlungsfähig gemacht hat. Ein Sperrvermerk hätte das Gegenteil bewirkt. Zunächst ginge es auch nur um die Planungskosten von 60.000 Euro.

Auch sei es das gute Recht jeder Fraktion, Verbesserungsvorschläge zu unterbreiten, sagte­ SPD-Fraktionschef Wege – so wie der mehrheitlich abgesegnete Antrag der Freien Wähler zur Sanierung des Salzböderadwegs, an dem sich der Parlamentszwist aufhängt.

von Silke Pfeifer-Sternke

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Lückenschluss Salzböderadweg
Für 100.000 Euro soll der Salzböderadweg ab dem Kornhaus in Mornshausen/S. saniert werden. Die Freien Wähler gehen davon aus, dass der Betrag ausreicht, um den Radweg auf einer Länge von 1,5 Kilometern zu asphaltieren. Foto: Silke Pfeifer-Sternke

Eigentlich längst überfällig und eigentlich keine große Sache: Doch bei der von den Freien Wählern iniziierten Sanierung des Salzböderadwegs sind
 die politischen Gemüter
in Wallung gekommen.

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