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Rosige Aussichten für Gewerbepark

Versammlung Rosige Aussichten für Gewerbepark

Überwiegend Positives berichtete der Geschäftsführer des Interkommunalen Gewerbeparks Salzbödetal der Verbandsversammlung. Es gibt sieben Interessenten für Grundstücke und die Firmen bauen an. Nur der Straßenzustand trübt etwas die gute Stimmung.

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Raupenfahrzeuge bereiten im Interkommunalen Gewerbepark Salzbödetal den Boden für die Errichtung eines Baustoffhandels vor. Darüber hinaus gibt es noch sieben Interessenten an Grundstücken an der Landesstraße bei Lohra und Mornshausen/S.

Quelle: Gianfranco Fain

Gladenbach. Der Interkommunale Gewerbepark Salzbödetal (IGS) floriert: Nicht nur die gegenwärtige Ertragslage ist zufriedenstellend, auch die ­Zukunftsaussichten erscheinen rosig. Denn wie Geschäftsführer Lars Plitt am Dienstag während der Verbandsversammlung mitteilte, gibt es sieben Anfragen von Firmen, die Interesse an einem Grundstückskauf haben.

Dabei geht es um rund 38000 Quadratmeter Fläche, auf ­denen eine Brennholzproduktion, eine Modellfertigungshalle mit Bürogebäude, ein Reinraum und Schädlingsbekämpfungskonzern, ein Reisebus-Unternehmen sowie ein Logistik- und Lieferzentrum entstehen könnten.

Für eine Gabionen-Produktion liegt der Kaufantrag schon vor. Ebenso für ein weiteres Grundstück an der Zufahrt zum Gewerbegebiet, für das der Interessent allerdings nur 7 Euro pro Quadratmeter zahlen wolle. Der Vorstand ermächtigte Plitt dahingehend zu verhandeln, da man nicht mit einem Verkauf der Parzelle rechnete. Sie weist ein starkes Gefälle auf, wird zudem noch von einer Gasleitung, die nicht überbaut werden darf, durchschnitten und ist ohne Zufahrt.

Die Interessenten, deren Produktion nicht den Förderrichtlinien entsprechen, seien über die Forderung eines höheren Verkaufspreises informiert, ergänzte Plitt. Er erwartet von den anderen Interessenten, dass eine Entscheidungen mehr oder weniger in Kürze gefällt wird.

Den großen Zuspruch führt der Geschäftsführer auf die verstärkte Werbung zurück. Allerdings gab es auch eine Absage durch eine Firma, die in der CNC-Zerspanungstechnik tätig­ ist.

Jährlich 100000 Euro für Gelände-Rückkauf sparen

Positiv verstärkt werden die Aussichten durch die Bautätigkeit der ansässigen Firmen. So wolle die Firma Hof Sonderanlagenbau nach der Fertigstellung ihrer neuen Produktionshalle eine weitere Lagerhalle und eine Containerüberdachung bauen. Auch die Firma Optima Pharma will eine Produktionshalle errichten, wann ist noch unbekannt. Der Baustoffhandel Michel hat dagegen begonnen, die erworbene Fläche einzuebnen.

Diese guten Vorzeichen sowie die gute Ertragslage der Wirtschaft, an der die drei beteiligten Kommunen Bad Endbach, Gladenbach und Lohra, durch Gewerbesteuereinnahmen partizipieren, möchte der Geschäftsführer nutzen, um einen Teil der Einnahmen für den Rückkauf des Geländes von der Hessischen Landgesellschaft (HLG) zurückzulegen.

Die HLG hat das Gelände erschlossen, die nicht veräußerten Parzellen müssen die Gemeinden im Jahr 2024 von der HLG zurückkaufen. Dann würden nach jetzigem Stand rund 2,5 Millionen Euro fällig.

Plitt plädiert dafür, in Zeiten sprudelnder Steuereinnahmen jährlich 100000 Euro beiseite zu legen - aufgeteilt auf je 42000 Euro für Gladenbach und Lohra und 16000 Euro für Bad Endbach, um die in sieben Jahren zu zahlende Summe zu mindern.

Bushaltestelle könnte am Gewerbepark entstehen

Der Vorsitzende der Verbandsversammlung, Werner Waßmuth, hält diese Summe für zu gering und plädiert für 150000 Euro, was Verbandsvorsteher Peter Kremer nicht Recht ist. Für Gladenbach sei es nicht ganz einfach, auf eine solche Summe zu verzichten, erklärte der Kämmerer, 100000 könnten aber gehen.

Plitt teilte noch mit, dass es für den vom Regionalen Nahverkehrsverbund (RNV) unterstützten Vorschlag zur Einrichtung einer Bushaltestelle am Gewerbepark noch keine Entscheidung gebe.

Ein Probleme gibt es im Gewerbepark doch. Wie Plitt erläuterte, verursache der zunehmende Schwerlastverkehr immer mehr Haarrisse im Straßenbelag, die saniert werden sollten, um größere Schäden zu verhindern. Deswegen soll eine Fachfirma den Zustand erfassen und Vorschläge für Instandsetzungsarbeiten machen.

von Gianfranco Fain

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