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Schneiden, spreizen, retten

Rettungsübung Gladenbach Schneiden, spreizen, retten

44 Einsatzkräfte rückten zu einem Unfall zwischen Weidenhausen und Kehlnbach aus. Was die Helfer zunächst nicht wussten: 
Es war eine Übung.

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Feuerwehrleute klappen das Autodach zur Seite, um den verletzten Fahrer aus dem Fahrzeug herauszuholen.

Quelle: Peter Piplies

Gladenbach. Alarm bei den Feuerwehrabteilungen Gladenbach, Erdhausen, Kehlnbach und Weidenhausen. Gemeinsam mit zwei Krankenwagen des Rettungsdienstes Mittelhessen (DRK) rückten die Feuerwehrleute am Pfingstwochenende aus.

Lutz Reichenstein (Fachbereichsleiter „Praxis“) und Peter Schneider (Fachbereichsleiter „Ausbildung“) hatten seit Januar mit den Einsatzkräften aus den vier Feuerwehrabteilungen gemeinsam die sogenannte technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen mit Fahrzeugen geübt. Besonders geschult wurde der Einsatz von Rettungsschere und Spreizer an modernen Fahrzeugen. Nun ging es darum, das Gelernte in die Praxis umzusetzen.

Beim Eintreffen fanden die Helfer folgendes Szenario vor: zwei zusammengestoßene Pkw mit zwei eingeklemmten beziehungsweise eingeschlossenen Personen. Eines der Fahrzeuge war von der Straße geschleudert worden und in einem Wassergraben gelandet. Das andere wurde durch die Wucht des Aufpralls an Bäume gedrückt. Ort des Unfalls war ein Verbindungsweg zwischen Weidenhausen und Kehlnbach, der gerne als Abkürzung benutzt wird.

Kehlnbacher treffen wichtige Entscheidungen

Die Verletzten spielten Lisa Blöcher und Yasin Uzuncam vom Jugendrotkreuz Weidenhausen. Da die beiden „Verunglückten“ noch ansprechbar und kreislaufstabil waren, wurde eine patientenorientierte Rettung und keine Schnellrettung vorgenommen. Das bedeutet: Die Feuerwehrleute gehen behutsam vor und nehmen auf eventuelle Verletzungen der Wirbelsäule Rücksicht.

Die Besonderheiten der Übung: Der Weg war sehr eng, die Retter mussten zum Teil mit Gerät anderer Abteilungen arbeiten und mit Mitgliedern der anderen Gruppen kooperieren. Die Kehlnbacher trafen zuerst ein und mussten entscheiden, wie der Einsatz angegangen werden sollte. 45 Minuten später wurden die Patienten dem Rettungsdienst zur Behandlung übergeben. Bei dem Fahrzeug, das im Graben gelandet war, wurde eine große Seitenöffnung auf der Fahrerseite mit Spreizer und Rettungsschere durchgeführt. Bei dem zweiten Fahrzeug klappten die Feuerwehrleute das komplette Dach zur Seite, nachdem die A-, B-, C- und D-Säulen durchtrennt waren.

Während der ganzen Zeit sorgte eine Abteilung für den Brandschutz, falls ein Fahrzeug noch in Brand geraten würde. Acht Feuerwehrautos und zwei Fahrzeuge vom DRK waren an der Übung beteiligt. „Ziel erreicht, Ablauf okay“, lautete das Fazit von Peter Schneider nach der Übung.

von Peter Piplies

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